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Social Distancing bleibt auch an Ostern und Ramadan wichtig


07. April 2020

Coronavirus: Religiöse Traditionen aus sanitären Gründen anpassen

PRESSEMITTEILUNG: Religiöse Traditionen aus sanitären Gründen anpassen

Neben dem traditionell christlichen Osterfest beginnt im April auch der Fastenmonat Ramadan. Der für Integration zuständige Minister Antonios Antoniadis (SP) appelliert daher an alle Gläubigen, das Social Distancing zu respektieren und auf Menschenansammlungen selbst im privaten Kreis zu verzichten.

In vielen christlichen Familien ist es Tradition, sich anlässlich des Osterfestes im Familienkreis zu versammeln, gemeinsam zu speisen und miteinander Zeit zu verbringen. Auch während des Fastenmonats Ramadan kommen die Familien abends zusammen, um gemeinsam in größerer Gesellschaft das Fasten zu brechen und miteinander zu speisen.

Feste dieser Art sind, selbst innerhalb der Familie, dieses Jahr nicht erlaubt, insofern die Personen nicht unter demselben Dach leben. „Auch wenn es dem ein oder anderen schwerfällt, zum gesundheitlichen Wohle aller muss jeder die sozialen Kontakte – auch die zur eigenen Familie – auf ein Minimum beschränken“, so der Minister. „Man muss weder auf das Osterfest noch auf Ramadan verzichten. Allerdings tun wir gut daran, unsere Bräuche und Traditionen dieses Jahr anders zu gestalten. Das ändert nichts am Glaubensbekenntnis der Menschen.“

Nicht nur Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt befürworten die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Auch religiöse Autoritäten treffen weitreichende Entscheidungen. So wird beispielsweise der traditionelle Ostergottesdienst im Petersdom dieses Jahr ohne Gläubige stattfinden. Auch die Pilgerorte Mekka und Medina wurden abgeriegelt und Moscheen und Kirchen dazu aufgerufen, keine Gebete oder Gottesdienste stattfinden zu lassen.

Belgien ist in der aktuellen Krise auf einem guten Weg. Vor wenigen Tagen wurden erstmals mehr Corona-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen als am gleichen Tag zwecks stationärer Behandlung aufgenommen werden mussten. Dennoch sollten diese Zahlen kein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln, denn immer mehr Menschen benötigen eine intensivmedizinische Versorgung und auch die Todeszahlen steigen kontinuierlich an.

„Die Einhaltung der Maßnahmen stellt alle Menschen vor große Herausforderungen. Gleichwohl wünsche ich ein gesegnetes Osterfest und Ramadan“.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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