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Meinungsfreiheit vereint Europa: „Je suis Charlie“


Letzte Woche verbreitete sich die Nachricht über den Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift, Charlie Hebdo, wie ein Lauffeuer in den Nachrichten und sämtlichen sozialen Netzwerken. Insgesamt starben in den Tagen des Terrors in Paris 17 Menschen. Etliche wurden teils schwer verletzt. Der Schock, den das Attentat und die anschließenden Tage verursacht haben, sitzt tief.

In diesen schweren Zeiten sind unsere Gedanken und unser Mitgefühl bei den ermordeten Journalisten, Polizisten und Geiseln sowie bei deren Angehörigen und Familien. Was letzte Woche in Paris geschehen ist, ist für uns alle schwer zu begreifen und zu verarbeiten.

Charlie Hebdo ist seit seiner Gründung ein Symbol für Presse- und Meinungsfreiheit. Rechte, die für unsere Gesellschaft und unsere Kultur von unschätzbarem Wert sind und als selbstverständlich gelten. Trotz zahlreicher Morddrohungen haben die Journalisten und Zeichner von Charlie Hebdo nie klein beigegeben und sind immer für diese Rechte eingetreten.

Die Gefahr ist groß, dass Gefühle wie Trauer und Verzweiflung bei der Suche nach der Erklärung für ein solch barbarisches Verbrechen in Wut oder gar Hass überschlagen. Doch genau das müssen wir mit allen Mitteln vermeiden. Warnen möchte ich auch vor möglichen Rattenfängern, die diesen Anschlag und das Leid der Angehörigen für ihre Zwecke instrumentalisieren. Was in Paris passiert ist, ist abscheulich und grauenvoll. Waffengewalt ist keine Religion. Terror und Mord sind keine Religion. Und bei einer solchen Tragödie gibt es nur Verlierer.

In Frankreich und in ganz Europa fanden Trauermärsche und stumme Demonstrationen statt. Auch in Brüssel gingen abertausende auf die Straßen und demonstrierten friedlich gegen Gewalt und für Meinungsfreiheit. Weltweit setzen die Menschen ein Zeichen gegen Unterdrückung. „Je suis Charlie“ ist längst keine Phrase mehr, sondern ein Standpunkt, ein Ausdruck der Verbundenheit mit denjenigen, die im Kampf für die Meinungsfreiheit ihr Leben lassen mussten.

Die Geschehnisse der letzten Woche zeigen, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Sie zeigen aber auch, dass ganz Europa in Zeiten einer solchen Krise zusammenhält und gemeinsam für Freiheit und gegen Gewalt einsteht.

 

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