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Elternkindkuren für Familien der Deutschsprachigen Gemeinschaft


Es gilt das gesprochene Wort!
29/11/23

Elternkindkuren für Familien der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Die mentale Gesundheit ist eine föderale Materie.

Teile der mentalen Gesundheit wurden an die DG übertragen.

Das betrifft aber Angebote wie das Begleitete Wohnen oder das psychiatrische Pflegewohnheim. Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird ohne zusätzliche Mittel des Föderalstaats und ohne eine Erweiterung der Zuständigkeiten die Herausforderungen der Gesellschaft in Bezug auf die mentale Gesundheit stemmen können.

Dass diese Herausforderungen bestehen, kann kaum bestritten werden. Mutter-Kind-Kuren gibt es in Belgien nicht. Derartige Leistungen werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

In Flandern gibt es aber eine spezifische Behandlung von Müttern mit psychischen Erkrankungen, die nach der Geburt nicht in der Lage sind, eine Bindung zum Kind aufzubauen. Hier kann, innerhalb der ersten 3 Lebensjahre des Kindes, eine intensive Rehabilitationsbehandlung in Anspruch genommen werden. Ein Antrag für diese Behandlung kann bei der Krankenkasse gestellt werden.

Die Kosten würden dann von den Gemeinschaften getragen.

Eine Behandlung im Ausland, zum Beispiel in Deutschland, kann in diesem Fall beim Ministerium gestellt werden.

Dies betrifft aber nur die funktionelle Rehabilitation der Eltern-Kind-Beziehung. In Fachkreisen spricht man oft von der ehemaligen Konvention 7745.

In diesem Rahmen werden Mütter mit bedeutenden Bindungsstörungen unterstützt, die Beziehung zum Kind aufzubauen oder wiederaufzubauen, zu festigen und zu stärken.

Die Kostenhöhe hängt von der Art der Anfrage und der betroffenen Einrichtung ab. In Ostbelgien werden zudem Angebote im präventiven Bereich, um Schwierigkeiten im Bereich der Eltern-Kind-Beziehung vorzubeugen, von verschiedenen Dienstleistern angeboten.

So können beispielsweise die Eltern-Kind Kurse von Kaleido genannt werden. Kaleido hat nach einer Pilotphase mehr Mittel erhalten, um das Angebot auszubauen. Weitere Angebote könnten im Rahmen des neugegründeten Psy-Netzwerkes oder von Trägern von niederschwelligen Familienangeboten aufgebaut werden.

 

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