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Entkriminalisierung des Drogenkonsums


Es gilt das gesprochene Wort!

5.10.2022

1125 Frage und Antwort zur Entkriminalisierung des Drogenkonsums

Es ist nicht Aufgabe der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Drogenpolitik in Belgien zu bewerten.

Persönlich würde ich mir wünschen, dass man die Drogenpolitik und die darauffolgende Entwicklung in der Gesellschaft in mehreren Ländern untersuchen und anhand von objektiven Fakten eine Reform in die Wege leiten würde.

Drogenkonsum einseitig zu kriminalisieren ist genauso der falsche Weg, wie die Gefahren und Risiken herunterzuspielen.

Denn ein Suchtverhalten kann je nach Ausprägung das eigene Leben und das des Umfelds beherrschen und zerstören.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben wir mit der Arbeitsgemeinschaft für Sucht und Lebensbewältigung, kurz ASL, die in den 90er Jahren gegründet wurde, einen spezialisierten Partner, der neben der Präventionsarbeit die Lebensbewältigung der Menschen und ihrer Familien zur Kernaufgabe gemacht hat.

Die Mitarbeiterinnen der ALS und ihr Team beraten, begleiten und orientieren Menschen mit Suchtproblematik.

Hier wird auf jeden Fall seit Jahren entstigmatisierend gearbeitet.

Laut der ASL ist deutlich, dass eine Abhängigkeit von Vorurteilen behaftet ist.

Menschen Mut zu machen und ihnen zu helfen mit dem empfundenen ‚Stigma‘ umzugehen.

Auch das gehört zur Arbeit der ASL.

Wobei sich die ASL ganz klar dafür einsetzt, dass sich die Situation der Menschen nicht verschlimmert.

Das Ziel ist also ein Leben möglichst ohne Drogen.

Wenn man also nach der Politik der Deutschsprachigen Gemeinschaft in dieser Frage fragt, dann braucht man die Arbeit der ASL zu verfolgen, die einen Auftrag und die finanzielle Unterstützung durch die Regierung hat.

Neben der ASL können aber in Gesundheitsfragen auch andere Dienste und Initiativen aktiv werden.

Ich würde sehr gerne Projekte in diesem Bereich unterstützen.

Wir bezuschussen sowohl Projekte im Gesundheits- als auch im Sozialbereich.

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