Artikel & Pressemitteilungen / Pressemitteilungen

Antoniadis rückt Rechte ukrainischer Kinder in den Fokus


Teilnahme an Ministerkonferenz über Europäische Kindergarantie in Paris

PRESSEMITTEILUNG Antoniadis rückt Rechte ukrainischer Kinder in den Fokus

Der Ukraine-Krieg bringt ungeheuren Schmerz und Leid für die ukrainische Bevölkerung mit sich. Vor allem Kinder leiden unter den Bomben und Angriffen Russlands. Auf einer EU-Ministerkonferenz der französischen Ratspräsidentschaft in Paris hat Antonios Antoniadis ihre aktuelle Situation in den Fokus gerückt.

Vor Ort wurde von den zuständigen europäischen Ministern eine Erklärung zur Lage der Kinder in der Ukraine unterzeichnet. Anlass war die Ministerkonferenz über die Europäische Kindergarantie im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft.

Die Initiative für die Erklärung zur Situation der Kinder in der Ukraine ging von Frankreich aus. Unser Land wurde in Paris durch DG-Sozialminister Antonios Antoniadis (SP) vertreten. „In der Erklärung geht es darum, auf das Schicksal der Kinder aufmerksam zu machen“, schildert Antoniadis.

„In der Erklärung geht es darum, auf das Schicksal der Kinder aufmerksam zu machen“, schildert Sozialminister Antonios Antoniadis.

„In der Erklärung geht es darum, auf das Schicksal der Kinder aufmerksam zu machen“, schildert Sozialminister Antonios Antoniadis.

„Kinder in der Ukraine sterben unter den Bomben, andere werden unter eben diesen Bomben geboren. Millionen von Kindern leben in Angst, Hunderttausende sind gezwungen, ins Exil zu gehen, einige von ihnen auf sich allein gestellt, was ihre physische und emotionale Sicherheit beeinträchtigt und ein Trauma verursacht, das sie ein Leben lang prägen wird. Andere, insbesondere Heimkinder, sind nicht in der Lage zu flüchten“, heißt es in dem Dokument: „Jeden Tag verlieren Kinder ein Familienmitglied, ein Elternteil, einen geliebten Menschen. Während sich die Länder der Europäischen Union heute um die Europäische Kindergarantie versammeln, wird einer Generation von Kindern auf unserem Kontinent der Zugang zu ihren elementarsten und grundlegenden Rechten verwehrt: Schutz, Würde, ein Dach über dem Kopf, Gesundheitsversorgung, Bildung, Nahrung.“

Der Schutz der Zivilbevölkerung, einschließlich Kindern, sowie der zivilen Infrastruktur habe absolute Priorität. Außerdem müsse ein sicherer und ungehinderter humanitärer Zugang zu allen Menschen in Not gewährleistet werden, und das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte – einschließlich des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und des dazugehörigen Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten – geachtet werden.

„Das humanitäre Völkerrecht sieht auch eine Verpflichtung zum Schutz von Kindern vor, die zur Flucht gezwungen wurden. Ihre Sicherheit muss auch bis zu ihrer Ankunft an einem sicheren Ort in der Ukraine oder in einem Aufnahmeland gewährleistet sein“, zitiert der SP-Politiker aus der Erklärung: „Wir in Belgien arbeiten deshalb mit Hochtouren an Angeboten für die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine, vorrangig Frauen und Kinder. Es geht dabei auch um langfristige Maßnahmen wie den Zugang zur Kinderbetreuung und zur Schule und die psychologische Begleitung.“

Antoniadis im Austausch mit Kindern

Antonios Antoniadis nahm für Belgien an der EU-Ministerkonferenz unter der Leitung des französischen Staatssekretärs für Kinder und Familien, Adrien Taquet, teil. Hintergrund der Konferenz war die im Juni 2021 vom Rat der Europäischen Union angenommene Europäische Kindergarantie. Sie soll sicherstellen, dass jedes Kind in Europa Zugang zu fünf grundlegenden Dienstleistungen hat: Gesundheitsversorgung, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kleinkindern, angemessene Unterkünfte und eine angemessene Ernährung.

Adrien Taquet und Antonios Antoniadis vor dem Beginn der Konferenz.

Adrien Taquet und Antonios Antoniadis vor dem Beginn der Konferenz.

In Paris nahm der SP-Politiker an einem Austausch zum Thema „Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung, insbesondere durch die Schule“ teil. Es ging um die Frage, wie die Umsetzung der Europäischen Kindergarantie dazu beitragen kann, das Potenzial der Schule als Mittel zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung auszuschöpfen.

Vor allem die Coronakrise hat auch Kinder und ihre Rechte stark eingeschränkt und viele Familien dem Armutsrisiko ausgesetzt. Die Bekämpfung dieser Kinderarmut ist von zentraler Bedeutung, um zu verhindern, dass sich die sozialen Ungleichheiten in Zukunft noch weiter verschärfen. Antoniadis erklärte in Paris: „Bildung ist die beste Maßnahme der Armutsbekämpfung. Die EU-Staaten haben in der Coronakrise bewiesen, dass sie gemeinsam gegen das Virus vorgehen können. Mit der Kindergarantie werden wir beweisen müssen, dass man auch in der Lage ist, gemeinsam gegen die Pandemie der Armut vorzugehen.“ Dabei sei bezahlbarer und gesunder Wohnraum ein Grundbedürfnis und eine Voraussetzung für ein besseres Leben, so Antoniadis, der sich bei der Konferenz auch mit Kindern austauschte: „Es ist die Aufgabe der Politik, gerade vor dem Hintergrund der Preisexplosionen auf dem Immobilienmarkt, Kindern und Jugendlichen die Voraussetzungen für ein besseres Leben zu bieten.“ Weitere Themen, die der DG-Vizeministerpräsident während der Konferenz vorbrachte, war die Arbeit von Kaleido im Bereich der mentalen Gesundheit, der Notenschutz und Nachteilsausgleich sowie das bewährte Time-out-Projekt des Zentrums für Förderpädagogik. Antoniadis erwähnte auch die Anstrengungen in der DG, im Verbund mit Integrationslehrern und Paramedizinern jedes Kind in einer Regelschule zu unterrichten und, wenn dies nicht anders möglich ist, auf einen guten angepassten Unterricht in Förderschulen zu setzen.

ANLAGE: Declaration on the situation of children in Ukraine

Für weitere Informationen


Pressereferent
Mario Vondegracht
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: mario.vondegracht@dgov.be

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Schrift vergrößernSchrift verkleinernStandard