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Testzentren in der DG


Es gilt das gesprochene Wort!

09.02.2022

919 & 920 Frage und Antwort zu Testzentren an weiteren Standorten in der DG

Auch wenn die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht zuständig ist, sondern der Föderalstaat, so sahen wir es als wichtig, die Erweiterung der Kapazitäten für PCR-Tests in Ostbelgien zu ermöglichen.

Aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante und inzwischen der Omikron-Variante gerieten die Testkapazitäten in Belgien, Deutschland und anderen Ländern an ihre Grenzen.

Während es bei früheren Varianten in Belgien an Testmaterial und teilnehmenden Laboren mangelte, sind inzwischen vor allem die Personalressourcen ein Problem.

Im Vergleich zum Inland wurden hierzulande in etwa 30 % weniger Tests durchgeführt. Nicht darin enthalten sind die PCR-Tests, die in Deutschland und Luxemburg durchgeführt werden. Der Unterschied zum Inland dürfte also weitaus geringer sein.

Ohnehin ist der Bedarf volatil. Er hängt vom Infektionsgeschehen ab, von der aktuellen Virus-Variante und von der Jahreszeit.

Ich hatte deshalb Ende letzten Jahres die Einrichtung von Testzentren in der DG angekündigt, um die bestehende Testinfrastruktur der Krankenhäuser, der Ärztinnen und Ärzte sowie der Labore zu ergänzen.

Besonders hoch war der Bedarf im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Hier hat das Krankenhaus Eupen Schwierigkeiten, die Testkapazitäten auszubauen.

Im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat die Klinik St. Josef signalisiert, dass sie in der Lage sind, die Testmöglichkeiten in der Südeifel selbst auszubauen.

Das begrüße ich an dieser Stelle außerordentlich.

Neben der Klinik St. Josef hat die Laborgruppe Synlab in Eigenregie ein Testzentrum in der Stadt St.Vith eröffnet.

Hiermit entstehen weitere Testkapazitäten.

Aktuell wird die Erweiterung des Angebots in der Nordeifel überprüft.

Die meisten Menschen nutzen die Nähe zur Stadt Malmedy, um sich dort testen zu lassen oder greifen auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in den Gemeinden Bütgenbach und Büllingen zurück, die wiederum mit privaten Laboren zusammenarbeiten.

An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass beide Krankenhäuser in der DG von der Regierung finanziell unterstützt werden, um Personal für die eigenen Testzentren zu beschäftigen.

Auch dies wird trotz fehlender Zuständigkeit von uns geleistet.

Im Testzentrum im Eupen Plaza übernimmt die DG die Kosten für die Miete, in Höhe von 14.400 Euro für ein Jahr.

Daneben stellen wir eine administrative Kraft und eine Pflegekraft für die Abstriche zur Verfügung.

Die Finanzierung der Nebenkosten, Umbauarbeiten, des Informatikmaterials sowie für das Material für die Abstriche werden durch Synlab übernommen.

Der Föderalstaat finanziert weiterhin die Rückerstattung der Tests.

Dieses Angebot ergänzt die bereits bestehenden Testmöglichkeiten. Es handelt sich nicht um ein Ersatzangebot.

Ich möchte davor warnen, sich nur an dieses Testzentrum zu begeben. Das würde ansonsten für ein Nadelöhr sorgen.

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