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Die raumordnerischen Planung in Bezug auf Solarparks


Es gilt das gesprochene Wort!

10.01.2022

875 Frage und Antwort zur raumordnerischen Planung in Bezug auf Solarparks

Private Anträge für kleinere Photovoltaikanlagen im Agrargebiet werden häufig gestellt. Doch es gibt zurzeit keine Bauanträge größeren Ausmaßes für Solaranlagen und es gab auch in letzter Zeit keine Voranfragen für solche Projekte. Das letzte große Projekt eines Solarparks in der DG war von Luminus im Jahr 2018, auf dem Gelände von NMC.

Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, dann müssen die öffentliche Hand und die Wirtschaft in erneuerbare Energien investieren.

Dabei wird es auf den Energiemix ankommen.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist grundsätzlich offen bei der Anbringung kleinerer Photovoltaikanlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden.

Hier könnte ich mir vorstellen, dass wir zunehmend Pultdächer für Scheunen und Ställe genehmigen, da sich diese besser für Photovoltaikanlagen eignen.

Ein Beispiel dafür gibt es im ländlich geprägten Nordfriesland. Hier werden nun die Scheunen und Ställe nicht mehr mit Satteldächern sondern mit Pultdächern gebaut. Das schafft Fläche für Solaranlagen und gleichzeitig Stauraum. Dadurch wird Bodenversiegelung vermindert, denn ein weiteres Gebäude für die Materiallagerung kann überflüssig werden.

Ein weiterer Standort könnte die flächendeckende Anbringung von Solaranlagen über Autobahnen sein.

Eine grundsätzliche Offenheit zeigen wir auch für Solarparks.

Trotzdem ist auch hier eine gewisse Vorsicht geboten.

Ein Solarpark auf Ackerflächen könnte zu einer Konkurrenz mit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Böden führen. Wir müssen aufpassen, dass wir auf diese Weise nicht unseren Landwirten die Existenzgrundlage und den Verbrauchern die Nahrungsmittelgrundlage entziehen.

Schließlich sollte es auch morgen regionale Erzeugnisse geben, die dem Klimaschutz dienlich sind.

Hier könnte man sich auf mögliche benachteiligte Acker- und Grünlandflächen fokussieren. Das sind Flächen, auf denen kaum Erträge beim Anbau von Nahrungsmitteln möglich sind.

Darüber hinaus gilt es darauf zu achten, dass solche Projekte keinen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt haben.

Ich erachte es als sinnvoll, dass wir ähnlich wie bei der Windkraft auch, über einen entsprechenden Solarkraftrahmenplan nachdenken sollten.

Hier wäre die Einbeziehung der Landwirte und anderer Experten von Vorteil.

Im Rahmen der Erarbeitung einer neuen Raumordnungsstrategie werden die Themen erneuerbare Energien und Klimaschutz aufgegriffen und mit allen Beteiligten aktuell diskutiert.

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