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Psychiatrieplätze in der Deutschsprachigen Gemeinschaft


Es gilt das gesprochene Wort!

06.10.2021

793 Frage und Antwort zu den Psychiatrieplätzen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Zunächst muss man betonen, dass der Föderalstaat für die psychiatrische Versorgung zuständig ist.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat wenig Handlungsspielräume, um Einfluss auf die aktuelle Situation zu nehmen.

Der genaue Bedarf kann von uns nicht ermittelt werden, da wir nicht die Aufsicht über die Einrichtungen haben und ein Teil der Patienten im In- bzw. Ausland versorgt werden.

Die Psychiatrie in St.Vith ist aktuell voll belegt. Die Wartezeit betrifft mehrere Monate.

Die Norm für das Pflegepersonal der Psychiatrie für die 30 Betten wird aktuell erfüllt.

Aktuell arbeiten zwei Psychiater in der Psychiatrie in St.Vith.

Außerdem gibt es jeweils einen Psychiater in der Tagesklinik St.Vith und Eupen.

In der Tagesklinik Eupen arbeitet zudem in Teilzeit ein Kinder- und Jugendpsychiater.

Darüber hinaus finanziert die DG-Regierung seit September eine Kooperation mit dem UK Aachen.

Ein Facharzt für Kinder und Jugendpsychiatrie erstellt Fallsupervision und bietet eine beratende und orientierende Sprechstunde für den Jugendhilfsdienst, den Jugendgerichtsdienst, den Pflegefamiliendienst, die Adoptionsbehörde, das BTZ, Kaleido und das Mobile Team der Kinder und Jugendpsychiatrie sowie freischaffende Psychologen und Hausärzte.

Hinzu kommen zwei Betten, die im UK Aachen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie für Patienten der Deutschsprachigen Gemeinschaft reserviert sind.

Auch wenn wir nicht zuständig sind, so arbeiten wir dennoch an Lösungen.

Zum einen ist die Regierung bemüht, beim Föderalstaat eine eigene Bettenprogrammierung zu erhalten.

Das betrifft auch den Bereich der Psychiatrie.

Hierzu hatte ich im Juni eine Unterredung mit Föderalminister Frank Vandenbroucke.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass ein vom Föderalstaat anerkanntes Netzwerk für Kinder-, Jugend- und Gerontopsychiatrie eingerichtet wird.

Auch diesbezüglich machen wir uns in Brüssel stark.

Darüber hinaus wollen wir eine Vision für die mentale Gesundheit erstellen.

Allerdings mussten wir aufgrund der Pandemie unsere Ressourcen beim Kampf gegen Corona einsetzen. Die Weiterentwicklung der Vision werden wir allerdings noch in diesem Jahr wieder aufnehmen.

In der Zwischenzeit erfolgt allerdings ein Ausbau der bisherigen Dienste. So wurden die Dienstleistungen des BTZ und von Kaleido, sowie das Begleitete Wohnen ausgebaut. Beim letzteren soll die Zahl der Begleitungen nach den Um- und Ausbauarbeiten erhöht werden.

Weitere Abhilfe verschaffen die Reha-Angebote im psychosomatischen Bereich, die wir im Ausland finanzieren.

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