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Zinslose Darlehen für Flutopfer weiterhin möglich


U. a. für Instandsetzungen von Heizungen sowie Hochwasserschutzarbeiten

PRESSEMITTEILUNG Zinsloses Darlehen für Flutopfer weiterhin möglich

Vor mehr als zwei Monaten verursachte eine Hochwasser-Katastrophe in unserer Region einen immensen menschlichen und materiellen Schaden. Viele Wohnungen und Häuser in Eupen sind immer noch unbewohnbar – unter anderem, weil die Versicherungen noch kein abschließendes Urteil gefällt haben. In diesem Zusammenhang erinnert Sozialminister Antonios Antoniadis (SP) an die Möglichkeit eines zinslosen Kredites, um wichtige Instandsetzungen schnell in Angriff nehmen zu können. Außerdem ist es möglich, ein zinsloses Darlehen für Hochwasserschutz-Arbeiten zu erhalten.

Viele Menschen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft stehen auch zwei Monate nach den massiven Überschwemmungen weiterhin vor gewaltigen Aufgaben. Während die Renovierungsarbeiten nur mäßig voranschreiten, weil beispielweise das Gebäude noch trocknen muss, ein Gutachten des Experten der Versicherungen aussteht oder die Hilfen der Wallonischen Region noch nicht klar festgelegt worden sind, blicken die Betroffenen mit Sorge auf die kommenden Monate. Es gilt, die Heizung zu erneuern, die Elektroinstallation zu ersetzen, den Bodenbelag auszuwechseln oder für die Zukunft notwendige Schutzmaßnahmen zu treffen.

Wie bereits kurz nach der Katastrophe mitgeteilt, können dabei unter anderem zinslose Ratenkredite (mit 0 % effektivem Jahreszins) helfen; die durch ein Abkommen mit der DG von der Wallonischen Sozialkreditgesellschaft (SWCS) für Familien mit bis zu zwei Kindern oder dem Wohnungsfonds der Wallonie (FLW) für kinderreiche Familien zur Verfügung gestellt werden.

„Es ist weiterhin möglich, ein solches Darlehen zu erhalten, wenn beispielsweise Heizungen oder Elektroinstallationen in Folge der Flut ersetzt oder renoviert werden muss“, erklärt Antonios Antoniadis: „Das kann unter anderem dann hilfreich sein, wenn die Versicherungen noch nicht oder nur einen Teil auszahlen konnten.“

Die zinslosen Teilzahlungsdarlehen können zwischen 1.000 und 60.000 Euro betragen, mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren. Sie sind einkommensabhängig und werden durch eine mit den Kreditgebern ausgehandelten Vereinbarung durch die DG garantiert.

Die Wallonische Sozialkreditgesellschaft hat nach der Flutkatastrophe dafür eigens ein vereinfachtes Verfahren für zinslose Kredite ins Leben gerufen – mit weniger administrativem Aufwand und einer Bearbeitungszeit von wenigen Tagen.

Es geht konkret um Arbeiten, die durchgeführt werden müssen, um die eigene Wohnung schnell wieder nutzen zu können. Das beinhaltet die Elektrizität, Gas, Heizung, Abdichtungsarbeiten an Dach, Fenster und Türen sowie Stabilitätsarbeiten an Fußböden und Wänden (aber keine schweren Arbeiten). Dabei ist kein Audit erforderlich.

Außerdem besteht für die Einwohner der DG die Möglichkeit, beim SWCS mit einem zinslosen Kredit in den Hochwasserschutz zu investieren. Dabei geht es unter anderem um:

  • Identifizierung und Schaffung eines Ausweichbereiches für das Wasser
  • Materialisierung der Bereiche um Pools und unterirdische Becken
  • Einbau von Fangdämmen
  • Behandlung und Abdichtung von Rissen und Hohlfugen
  • Abdichtung von Netzwerkkanälen (Strom, Wasser, Gas etc.)
  • Abdichtung von Lüftungsöffnungen unterhalb des Hochwasserspiegels
  • Installation von Rückschlagventilen
  • Verwendung interner Pumpen zur Wasserableitung
  • Verbesserung der Umgebung des Gebäudes
  • Einbau von Alu- und PVC-Fenstern
  • Entwässerung der Schalttafel und Installation eines separaten Stromnetzes für hochwassergefährdete Bereiche
  • Schutz der Heizungsanlagen und Warmwasseranlagen vor Wasser
  • Einbau von Türen und Fenstern mit einer niedrigen Schwelle
  • Verwendung von wasserfesten Bodenbelägen
  • Einbau einer Drainage im Außenbereich

Die Kreditanfragen können zum einen in den Räumlichkeiten der Espace Wallonie in Eupen (Gospertstraße 2, www.wallonie.be/les-espaces-wallonie) erfolgen oder beim Direktor des Einheitsschalters in Malmedy, Luc Kuckartz, der regelmäßig Sprechstunden in Eupen und Malmedy abhält. Seine Kontaktdaten lauten: Rue des Arsilliers 26, 4960 Malmedy, E-Mail: luc.kuckartz@schs.be; Tel.: 080 33 06 25.

Kinderreiche Familien (mehr als zwei Kinder) melden sich für ihre Anfragen beim Wohnungsfonds der Wallonie (www.flw.be). Für die Flutopfer hat der FLW ein Online-Formular eingerichtet

Für weitere Informationen


Pressereferent
Mario Vondegracht
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: mario.vondegracht@dgov.be

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