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Unterstützung der von den Überschwemmungen betroffenen sozialen Organisationen


Es gilt das gesprochene Wort!

08.09.2021

765 Frage und Antwort zur Unterstützung der von den Überschwemmungen betroffenen sozialen Organisationen

Um diese Frage korrekt zu beantworten, verehrte Kollegin, müsste man definieren, was eine soziale Einrichtung ist.

Zählt die Kinderkrippe des RZKB, die dank der Unterstützung der DG provisorisch zur Haasstraße gezogen ist, dazu?

Ist der Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren, der vom fliegenden Kochtopf in der Unterstadt beliefert wurde, ebenfalls eine soziale Einrichtung? Das Gebäude wurde nämlich völlig zerstört.

Kann man die öffentlich geförderten Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft dazu zählen?

Ist die KAP, die eigentlich in der Erwachsenenbildung tätig ist, aber auch im Rahmen des Integrationsdekrets Kurse anbietet, ebenfalls eine solche Einrichtung? Auch deren Gebäude in der Gülcherstraße wurde von der Flut getroffen. Die Organisation kämpft seither mit der Feuchtigkeit.

Stichwort Integrationsdekret. Man könnte sich am Organisationsbereich 50 (OB 50) dieses Haushaltes orientieren, um den Perimeter der sozialen Organisationen festzulegen.

Darüber erhält das Rote Kreuz einen Zuschuss für die Lebensmittelhilfe. Das Gemeinschaftssekretariat und die Übungsräume der Organisation wurden stark getroffen.

Über den OB 50 wird auch der Dienst Info Integration finanziert, die aktuell Ausweichmöglichkeiten gefunden haben.

Das Viertelhaus Cardijn wurde ebenfalls Opfer der Flutkatastrophe. Die Organisation fand in der Villa Peters ein neues Zuhause. Erst letzte Woche fand der Umzug statt.

Auch die SIA hat größere materielle Schäden zu beklagen. Da der Wohnbereich nicht betroffen war, konnten die Bewohner nach einigen Tagen wieder in die Wohngruppe zurückkehren.

Und nicht nur in der Unterstadt gab es Überschwemmungen. Ich erinnere daran, dass das „Begleitete Wohnen Ostbelgiens“ bis Ende des Jahres aufgrund der Flutkatastrophe dank der finanziellen Intervention der DG in die Seniorenresidenz Leoni in Kelmis eingezogen ist.

Wie Sie sehen, ist es schwierig eine genaue Eingrenzung vorzunehmen.

Wichtig ist die Botschaft, dass diesen Organisationen Hilfe angeboten wurde.

Entweder in direkter Form, indem wir Umzüge und Mietverträge finanziell unterstützt und die Zuschussgarantie gegeben haben sowie bei Infrastrukturvorhaben sowohl für die Bauarbeiten als auch für die Ausrüstung einen 90%-igen Zuschuss zahlen werden. Hierzu wird die Regierung dem Parlament ein entsprechendes Krisendekret vorlegen.

Aber auch indirekt unterstützen wir die sozialen Einrichtungen, die nicht von der DG bezuschusst werden. So erhalten die Gemeinden 30 Millionen Euro von der DG, um die Infrastruktur in Ordnung zu bringen.

Darüber hinaus sind wir auch dort engagiert, wo man uns am wenigsten vermuten würde. Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat nicht nur Finanzmittel zur Verfügung gestellt, sie stand sogar auch mit Personal den Diensten der Stadt und den Organisationen zur Seite.

Neben der finanziellen Hilfe und dem Personal kocht unsere Mensa seit Ende August übrigens im Auftrag des ÖSHZ Eupen das Essen, welches mittags für die betroffenen Anwohner und die Helfer im Campus in der Unterstadt serviert wird. Dieses Essen wurde bis Ende August von der Militärkaserne IRMEP zubereitet.

Ich denke, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft dank der Autonomie überall dort aktiv ist, wo sie zuständig ist und sogar darüber hinaus im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig wurde, wo keine Zuständigkeit vorliegt.

Das betrachten wir als unseren bescheidenen Beitrag zum Wiederaufbau der betroffenen Gebiete. An dieser Stelle möchte ich noch einmal meinen Dank an all diejenigen aussprechen, die haupt- oder ehrenamtlich an diesem Wiederaufbau mitgearbeitet haben oder dies noch tun.

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