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Antoniadis zur Forderung kostenloser Corona-Tests für junge Menschen: „Das sind wir ihnen schuldig“


DG-Gesundheitsminister für Reform der Inzidenzrate

Antoniadis zur Forderung kostenloser Coronatests für junge Menschen

Gesundheitsminister Antonios Antoniadis unterstützt die Forderung des Hohen Gesundheitsrates (HGR), kostenlose Corona-Tests für Kinder und Jugendliche anzubieten, damit jene so schnell wie möglich wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. „Das sind wir den jungen Menschen schuldig“, so Antoniadis in einer Pressemitteilung. In diesem Zusammenhang spricht sich der SP-Politiker auch für die Reform der Inzidenzrate aus.

Der Gesundheitsminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft macht darauf aufmerksam, dass Kinder bis zu einem gewissen Alter ohnehin keine Impfung erhalten dürfen. Ab dem Alter von zwölf Jahren wird sie angeboten, sie ist indes nicht zwingend notwendig.

„Ich möchte noch einmal betonen, dass eine hohe Impfquote bei der erwachsenen Bevölkerung weiterhin das eigentliche Ziel bleibt, um die Delta-Variante zurückzudrängen. Laut Untersuchungen aus dem In- und Ausland breitet sich die Mutation weiter aus, und es gibt auch erste wissenschaftliche Verdachtsmomente über eine höhere Anzahl von schweren Verläufen“, erklärt der DG-Gesundheitsminister. Vor dem Hintergrund von schnelleren Ansteckungen innerhalb von Familien sei es deshalb gut, dass man jungen Menschen dennoch ein Angebot mache, so Antonios Antoniadis.

Der Hohe Gesundheitsrat hatte in dieser Woche in einem Gutachten unter anderem kostenlose Corona-Tests für junge Menschen gefordert. Hintergrund ist, dass die Corona-Pandemie die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen schwer geschädigt hat und der psychischen Gesundheit laut dem HGR eine höhere Priorität eingeräumt werden muss.

„Die mentale Gesundheit darf nicht vernachlässigt werden. Die möglichst niederschwellige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben muss deshalb gefördert werden. Die Deutschsprachige Gemeinschaft bietet aus diesem Grund im Rahmen des Unterrichts seit längerem kostenlose Tests für junge Menschen an“, erklärt Antonios Antoniadis: „Eine allgemeine Regelung seitens des Landesinstituts für Kranken- und Invalidenversicherung (Likiv/Inami, A. d. R.) – ähnlich wie die kostenlosen Tests für Reisende, die in diesem Sommer angeboten wurden – wäre wünschenswert.“

Wichtig wäre aber auch, das Testverfahren leicht zugänglich und unbürokratisch zu gestalten, argumentiert Antoniadis: „Hierfür eignen sich Antigenschnelltests, die zum Beispiel in den Apotheken verfügbar sind. Auf keinen Fall sollte man auf PCR-Tests zurückgreifen, wie es der HGR eigentlich fordert. Diese sind zwar sicherer, aber dafür muss man 24 bis 48 Stunden auf ein Resultat warten. So funktioniert das Alltagsleben aber nicht.“ Ohnehin sollten die PCR-Tests symptomatischen Patienten und Hochrisikokontakten vorbehalten sein, findet der Gesundheitsminister. Antoniadis: „Für diese Position habe ich deshalb auch beim zuständigen föderalen Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke geworben.“

Insgesamt spricht sich Antonios Antoniadis für eine Reform der Inzidenzrate aus: „Das Ziel der verschiedenen Regierungen und der Wissenschaftler in diesem Land war die Vermeidung einer Überlastung der Krankenhäuser und einer hohen Sterberate. Gerade diese Zahlen müssen also noch stärker in den Mittelpunkt des Infektionsmanagements geraten.“ Die bloßen Infektionszahlen verlieren zum jetzigen Zeitpunkt laut Antoniadis dank der Impfkampagne immer mehr an Bedeutung. „Wir müssen deshalb dringend nachjustieren! Das Gutachten des HGR hat es noch einmal verdeutlicht. Wir sind das vor allem den jungen Menschen schuldig“, so Antoniadis abschließend.

Für weitere Informationen


Pressereferent
Mario Vondegracht
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: mario.vondegracht@dgov.be

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