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Corona-Impfung bei Jugendlichen


Es gilt das gesprochene Wort!

09.06.2021

723 Frage und Antwort zur Corona-Impfung bei Jugendlichen

Auf europäischer Ebene ist bisher nur der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ab einem Alter von 12-Jahren zugelassen. Die anderen Impfstoffe nicht.

Moderna hat am 7. Juni einen Antrag für die Zulassung des Impfstoffs für Jugendliche bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) gestellt.

Auch wenn der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen wurde, so wird dieser für die Altersgruppe 12 bis 15 Jahre nicht in Belgien eingesetzt.

Dies ist allerdings in anderen Ländern bereits der Fall. So zum Beispiel in Deutschland, wo die Politik ohne ein Gutachten der Ständigen Impfkommission (STIKO) den Impfstoff bereits für diese Altersgruppe freigegeben hat.

Die STIKO hat eine Stellungahme für Donnerstag angekündigt. Aus einem vertraulichen Dokument ist allerdings bekannt, dass es keine allgemeine Impfempfehlung seitens des wissenschaftlichen Gremiums geben wird.

Lediglich für manche chronisch erkrankte Kinder wird die Impfung empfohlen.

Das kann ich an dieser Stelle nur begrüßen.

Innerhalb Belgiens habe ich mich dafür ausgesprochen, dass keine Entscheidung der Gesundheitsminister ohne ein Gutachten des Hohen Rates für Gesundheit erfolgen darf.

Persönlich bin ich der Meinung, dass nur in Ausnahmefällen, sprich bei chronischer Erkrankung, Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahre geimpft werden dürfen.

Eine generelle Impfempfehlung sollte es meiner Meinung nach nicht geben, da für diese Zielgruppe aktuell keine signifikante Gefahr vom Virus ausgeht.

Eine Gefahr könnte sich allerdings für alle Menschen, auch für Kinder, ergeben, wenn wir in Europa grundlos Kinder und Jugendliche impfen, anstatt den Impfstoffmangel in Entwicklungsländern, dort wo neue Varianten entstehen, bekämpfen.

Natürlich würde ich eine Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz im Fall eines positiven Gutachtens seitens des Hohen Rates für Gesundheit mittragen. Doch hierfür müssten eindeutige wissenschaftliche Gründe vorgelegt werden.

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