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Impfung der Kinder


Es gilt das gesprochene Wort!

12.05.2021

690 Frage und Antwort zur Impfung der Kinder

Medikamente, und dazu zählt auch die Impfung, sollten nur dann eingenommen werden, wenn es nötig ist.

Dabei ist es wichtig, das Risiko einzuschätzen, das vom Virus oder aber von der Impfung ausgeht.

Überwiegt die Gefahr, die vom Virus ausgeht, dann ist die Impfung zu empfehlen.

Das ist meine persönliche Haltung gegenüber Medikamenten und das gilt auch für die Impfung bei Kindern und Jugendlichen.

Leider gibt es aktuell noch zu wenig Daten über Langzeitfolgen des Corona-Virus bei Kindern in Belgien.

Erste Untersuchungen gibt es aus Großbritannien. Dort leiden bis zu 35 % der britischen Kinder, die COVID-19 hatten, vier bis zwölf Wochen nach der Infektion an Post-COVID-Beschwerden.

27 % der erkrankten Kinder drei bis sechs Monate und 18 % sechs bis neun Monate.

Auch wenn Kinder seltener am Corona-Virus erkranken, so gibt es zum Teil heftige Langzeitfolgen nach Angaben der Briten.

Aktuell prüft die Europäische Arzneimittelbehörde die Zulassung von Biontech für die Gruppe der 12- bis 15-jährigen.

Auch an Impfstoffen für unter 12-jährigen wird in Studien geforscht.

Der Impfstoff ist für 16- bis 18-jährige bereits zugelassen.

Für deren Einsatz in dieser Zielgruppe habe ich angeregt, dass das Gutachten des Hohen Rates für Gesundheit eingeholt wird. Es soll nächste Woche fertiggestellt sein.

Vereinzelt wurden Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren geimpft. So zum Beispiel Hilfskräfte in den Wohn- und Pflegezentren.

Für Schwangere gibt es mittlerweile eine ausdrückliche Impfempfehlung. Zu dieser Empfehlung kam der Hohe Rat für Gesundheit nach den Erkenntnissen aus verschiedenen Untersuchungen, die gezeigt haben, dass eine COVID-19-Infektion für schwangere Frauen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf birgt.

Das Risiko, das von einer Impfung ausgeht, ist für schwangere Frauen deshalb geringer als das Risiko einer Corona-Infektion.

Neben schweren Krankheitsverläufen kam es in wenigen Fällen leider auch zu Totgeburten oder zum Tod der werdenden Mütter nach einer Infektion mit dem Virus.

Das GEMS gibt keine Gutachten zu den Impfungen.

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