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Online-Information für und -Kommunikation mit Jugend


Es gilt das gesprochene Wort!

21.04.2021

626 Frage und Antwort zur Online-Information für und -Kommunikation mit Jugend

Zunächst muss man festhalten, dass in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aachen keine Zunahme von Aufnahmen aus der DG im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde.

Auch das Beratungs- und Therapiezentrum (BTZ) hat keine erhöhten Anfragen festgestellt.

Dennoch stellen sie fest, dass im Zusammenhang mit Schulfragen bei Jugendlichen ein zunehmendes Unwohlsein sowie Druck entstanden sind.

Kaleido, als präventiver Dienst der ersten Linie, spricht auch selbst von ähnlichen Erfahrungen der Mitarbeiter. Genau beziffern kann der Dienst die Zahl der Situationen noch nicht.

Wer anonym über seine Probleme sprechen möchte, der kann die Ehrenamtlichen der Telefonhilfe (108) kontaktieren. Der Dienst ist 24-Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr besetzt.

An dieser Stelle möchte ich den Ehrenamtlichen noch einmal meinen Dank für diese Leistung aussprechen.

Sollte sich bei dem Gespräch mit der Telefonhilfe ein therapeutischer Bedarf aufzeigen, können die ausgebildeten Kräfte des Dienstes zum entsprechenden Angebot orientieren.

Auch der telefonische Bereitschaftsdienst des BTZ arbeitet bei Bedarf anonym.

Die Möglichkeit von Online-Therapien wurde vom BTZ schon vor Monaten geschaffen.

Einige Therapeuten bieten das in einer Pilotphase an.

Es ist aber noch kein flächendeckendes Angebot.

Sollten positive Erfahrungen gemacht werden, dann könnte man mit dem BTZ ein flächendeckendes Angebot auf- und ausbauen.

Ich bin offen für ein vielfältiges Angebot der mentalen Gesundheit, wenn dies von den Fachleuten als notwendig erachtet und in Ostbelgien realisierbar ist.

Die Einschätzung der Fachleute zu Online-Betreuungsplattformen ist übrigens dezidiert.

Die Kommission der Psychologen in Belgien ist in seiner Stellungnahme der Meinung, dass ein Online-Therapieangebot die eigentliche Therapie nicht ersetzen kann, weil wertvolle

Informationen zur besseren Einschätzung der Situation und des Verhaltens der Person dadurch vorenthalten werden. Es kann allerdings ergänzend zum Einsatz kommen.

Die Kommission geht sogar so weit und empfiehlt, dass es eine Videosprechstunde erst geben sollte, wenn die Eingangsdiagnostik, die Indikationsstellung und Aufklärung durch persönliche Kontakte stattgefunden hat.

Diesem Ansatz folgt das BTZ in seinem Pilotprojekt.

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