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Diplomanerkennung im Pflegesektor


Es gilt das gesprochene Wort!

21.04.2021

622 Frage und Antwort zur Diplomanerkennung im Pflegesektor

Bis 2016 wurde die Anerkennung der Gesundheitsdiplome auf föderaler Ebene bearbeitet. Eine Bearbeitungszeit von bis zu 9 Monaten musste in Kauf genommen werden. Seit 2016 ist die Anerkennung der ausländischen Diplome Zuständigkeit der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Die Gesundheitsberufe des Arztes und des Krankenpflegers sowie bestimmte Facharzttitel unterliegen der automatischen Anerkennung und können innerhalb eines Monats anerkannt werden. Die Facharzttitel, die nicht der automatischen Anerkennung unterliegen, werden von einer externen Berufskommission begutachtet. Hier kann die Bearbeitungszeit einige Monate betragen.

2020 wurden 67 % aller Anträge in einem Zeitraum von unter einem Monat bearbeitet. Bei 9 % der Anträge hat die Bearbeitung länger als 3 Monate gedauert. 24 % der Anträge wurden zwischen einem und drei Monaten bearbeitet.

2020 wurden 13 Ärzte, 10 Facharzttitel, 2 Zusatzbezeichnungen für Fachärzte und 8 Krankenpfleger anerkannt. Zudem wurde eine Zulassung für die besondere Berufsqualifikation in Diabetologie für Krankenpfleger und eine Zulassung für einen Krankenpfleger mit dem Fachtitel in Intensiv- und Notfallpflege ausgestellt.

Aktuell liegt der Antrag einer Person, die bei der Klinik St. Josef beschäftigt ist vor. Allerdings ist dieser bisher noch unvollständig.

Wie Sie sehen, haben wir die Verfahren, auf die wir Einfluss haben, bereits stark vereinfacht. Die vom Interimsdirektor des Krankenhauses angefragte Unterstützung hat die Deutschsprachige Gemeinschaft bereits mit der Übernahme der Zuständigkeit gewährt.

Vereinfachen bedeutet aber nicht, dass wir die föderalen Gesetze aushebeln. Es ist weiterhin notwendig, dass die Antragsteller die nötigen Nachweise für eine Qualifikation vorweisen.

Man stelle sich vor, man hätte in Ostbelgien einen ausländischen Facharzt anerkannt, der den angefragten Fachtitel im Ausland nicht erworben hätte. Wie groß wäre der Schaden für die Patienten, die Klinik und das Vertrauen der Gemeinschaft in den öffentlichen Dienst? Meiner Meinung nach müssen die beiden Krankenhäuser das Anwerbeverfahren für Ärzte und Fachpersonal optimieren.

Bereits in der Vergangenheit habe ich angeregt, dass die beiden Standorte mit einem gemeinsamen Headhunter für die nötigen Humanressourcen arbeiten sollten.

Die DG würde eine konzertierte Fachkräfteoffensive wohlwollend unterstützen!

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