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Lockerungen der Corona-Maßnahmen in den WPZS


Es gilt das gesprochene Wort!

17.03.2021

579 Frage und Antwort zu den Lockerungen der Corona-Maßnahmen in den WPZS

In der Sitzung vom 2. Februar mit den Wohn- und Pflegezentren wurden angesichts der positiv laufenden Impfkampagne erste Überlegungen zu Lockerungen in den Einrichtungen besprochen.

Die besprochenen Maßnahmen habe ich dem föderalen Corona-Kommissariat geschickt und um Begutachtung durch das RAG/RMG oder das GEMS gebeten.

Dank unserer Anfrage hat das GEMS schließlich ein Gutachten erstellt, das den Weg für Lockerungen in den Wohn- und Pflegezentren in ganz Belgien vorbereitet hat.

In der Sitzung vom 22. Februar wurde festgehalten, dass nur noch eine Masken- sowie eine Quarantänepflicht nach einem Krankenhausaufenthalt und bei einem Neueinzug bestehen soll. Dies spätestens 10 Tage nach dem zweiten Impftermin in jeder Einrichtung.

Der Impftermin erklärt das zeitversetzte Vorgehen der Einrichtungen.

Die Wohn- und Pflegezentren haben aber darüber hinaus mitgeteilt, dass sie individuelle Lockerungspläne ausarbeiten werden, weil keine gemeinsame Linie möglich war.

Das ist zulässig. Die Wohn- und Pflegezentren sind in diesen Fragen selbstständig. Die Regierung hat also weder Maßnahmen diktiert noch Lockerungspläne absegnen müssen.

Auch wurde mitgeteilt, dass die Lockerungen gestaffelt werden sollten. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Man darf nicht vergessen, dass die Bewohner und das Personal in den Einrichtungen trotz der massiven Unterstützung der DG am härtesten von dieser Krise getroffen wurden.

Dass man bei den Lockerungen zögert, ist daher verständlich. Auch sind viele Fragen rund um die Übertragung des Virus durch Geimpfte noch nicht geklärt, insofern dass Geimpfte sich immer noch anstecken können, das Virus für sie selbst aber nicht mehr gefährlich ist.

Trotzdem müssen wir hier die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren und sind den Bewohnern verpflichtet, die früher einmal lebensnotwendigen Maßnahmen so schnell wie möglich aufzuheben.

Das Ganze wurde in einer gemeinsamen Pressemitteilung festgehalten, die von der Regierung aufgesetzt und von den Wohn- und Pflegezentren abgesegnet wurde.

Die Übersicht der verschiedenen Lockerungskonzepte der Heime lag vergangene Woche vor.

Bei der Durchsicht der Konzepte wurde festgestellt, dass der Ausgang aus dem Heim noch nicht terminiert war.

Einige Einrichtungen hatten verstanden, dass dies weiterhin nicht möglich sei.

Der Ausgang ist aber auf jeden Fall für die Regierung zulässig.

Ich wiederhole nämlich das, was in der gemeinsamen Mitteilung formuliert war. Die einzigen Maßnahmen der DG betreffen das Tragen der Maske sowie die Quarantäne für Neueinzüge und die Rückkehr aus dem Krankenhaus.

Das setzt übrigens die föderalen Maßnahmen nicht außer Kraft. Diese gelten für alle Menschen in Belgien. Ob man geimpft wurde oder nicht, spielt da keine Rolle.

Um Missverständnisse auszuräumen haben wir in einer weiteren Versammlung mit den Einrichtungen am gestrigen Dienstag festgehalten, dass wir noch diese Woche ein entsprechendes Rundschreiben an die Heime adressieren werden.

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