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Ferien auf dem Bauernhof-Projekte mittels Zeltbauten


Es gilt das gesprochene Wort!

15.03.2021

561 Frage und Antwort Ferien auf dem Bauernhof-Projekten mittels Zeltbauten

Aus raumplanerischer Sicht stehe ich den Ferien auf dem Bauernhof prinzipiell offen gegenüber. Ich könnte mir vorstellen, dass solche Projekte den Tourismusstandort Ostbelgien positiv beeinflussen. Gerade die Corona-Pandemie hat, glaube ich, für ein gewisses Umdenken gesorgt. Das ist eine Chance für unsere Region.

Daneben glaube ich auch, dass solche Unterkünfte ein zusätzliches unternehmerisches Standbein für unsere Landwirte sein könnten.

  1. Wichtig wäre es, dass sich diese Unterkünfte, die in Wirklichkeit eher Bauten als Zelte sind, einigermaßen in das Landschaftsbild einbetten.
  1. Darüber hinaus sollte die Zahl der Unterkünfte in einem ausgewogenen Verhältnis zur Fläche stehen. Ich darf daran erinnern, dass wir hier über eine Agrarzone sprechen, die eigentlich der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten ist. Es gilt zu vermeiden, dass die landwirtschaftliche Nutzung der touristischen Nutzung weicht.
  1. Ein weiteres Thema ist die Versorgungsinfrastruktur. So muss die Frage der Abwasserentsorgung sowie der Strom- und Wasseranschlüsse vorher geklärt sein.

Solch feste Zelte sind gesetzlich zulässig, allerdings ist eine Städtebaugenehmigung notwendig. Außerdem muss zusätzlich das Landwirtschaftsministerium das Projekt begutachten.

Hier wäre eine möglichst einheitliche Vorgehensweise in den neun Gemeinden wünschenswert.

Doch bevor ich auf die Gemeinde zugehe, wird es einen Austausch mit dem Bauernbund geben. Zudem werde ich mich mit der für Tourismus zuständigen Ministerkollegin, Isabelle Weykmans, diesbezüglich kurzschließen.

Die von Ihnen erwähnten Tiny Houses sind vergleichbar in der Form, die Zielsetzung ist allerdings ganz klar eine andere. Bei den Tiny Houses handelt es sich um Leichtbauwohnungen. Die Little Tents hingegen sind ausschließlich als touristische Infrastruktur in der Agrarzone erlaubt. Eine dauerhafte Behausung ist nicht möglich.

Bei beiden Konzepten ist übrigens kein Architekt nötig. Beim Tiny House gibt unsere Urbanismusverwaltung vorab ein Gutachten.

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