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Projekt „In die Pflege – Beruflich Sorgenfrei“


Es gilt das gesprochene Wort!

10.02.2021

546 Frage und Antwort zum Projekt In die Pflege Beruflich Sorgenfrei

An diesem Interreg-Projekt nimmt keine Einrichtung aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft teil.

Ich denke, dass generell jede Initiative, Menschen beruflich zu integrieren begrüßenswert ist.

Für viele Berufe ist allerdings, neben gewissen kognitiven Fähigkeiten, auch das Beherrschen der Landes- bzw. der regionalen Sprache wichtig. Gerade im Berufsfeld der Betreuung und Pflege ist die Kommunikation zwischen Betreuer und der zu pflegenden Person von Bedeutung.

Außerdem werde zum Verständnis von Lehrinhalten und Terminologien Sprachkenntnisse benötigt.

Mit dem verpflichtenden Integrationsparcours wurde hier ein Fundament gelegt, um eine soziale Integration gewährleisten zu können. Man darf nicht vergessen, dass ein Teil der ankommenden Migranten eine Schule, wenn dann nur von außen, gesehen hat. Außerdem beherrschen die meisten verständlicherweise nicht das lateinische Alphabet. In vielen Fällen fängt man also bei null an. Der Aufwand macht sich aber bezahlt.

In dieser Legislaturperiode werden wir auf der bereits bestehenden Basis aufbauen und weitere Module für Sprachbeherrschung im beruflichen Kontext sowie die weitere Ausbildung und Arbeitsmarktvermittlung ausarbeiten.

Hier sind meine beiden Kolleginnen durch ihre Zuständigkeiten federführend.

Ich möchte darauf hinweisen, dass wir in der Pflege attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten mit Zukunft anbieten können. Mangelnde Zukunftsperspektiven gibt es hier nicht, denndie Pflege bietet eine Arbeitsplatzgarantie!

Ich möchte allerdings die Euphorie etwas abbremsen. Denn vor allem von föderaler Ebene sind diese Berufe streng reglementiert.

Die Zugangsmöglichkeiten sind erst mit einer Ausbildung möglich, das zählt auch für Migranten.

Anders wäre es, wenn wir zur Unterstützung der Pflegeberufe in den Wohn- und Pflegezentren neue Profile einsetzen würden. Ich betone allerdings, dass diese Profile die Pflegehelfer und Krankenpfleger unterstützen, aber nicht ersetzen sollen.

Es gibt eine Reihe von Verwaltungs-, Logistik- und Begleitaufgaben, die durchaus von neuen Berufsprofilen wahrgenommen werden könnten. Diese Profile würden natürlich auch der hiesigen Bevölkerung zugänglich sein.

Wegen der verschiedenen Aufgaben werden wir uns mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie mit allen relevanten Partnern unterhalten.

Ihre letzte Frage kann ich bejahen. An der AFPK-Ausbildung nehmen auch Menschen, die aus ihrem Ursprungsland geflüchtet sind, teil.

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