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Aktuellen Belegungssituation der beiden Kinder- und Jugendpsychiatriebetten, die in Aachen für den Bedarf in der DG reserviert sind


Es gilt das gesprochene Wort!

10.02.2021

545 Frage und Antwort zur aktuellen Belegungssituation der beiden Kinder- und Jugendpsychiatriebetten, die in Aachen für den Bedarf in der DG reserviert sind

2020 gab es 62 Fallsituationen, die stationär oder teilstationär aufgenommen wurden. Die Zahl 62 steht aber nicht für die Anzahl Kinder und Jugendliche. Häufig werden die Personen mehrmals aufgenommen.

Zwischen 2017 und 2020 sind die Zahlen relativ gleich geblieben. Es gab zwischen 62 und 67 Interventionen.

Allein 2019 gab es nur 56 Interventionen.

Ein Anstieg der Zahlen ist also, Stand heute, nicht zu verzeichnen.

Unseren Informationen zufolge wartet aktuell eine Person auf eine Aufnahme. Sie wird aber bereits von einem Dienst in der DG begleitet.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist für die Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht zuständig. Wir haben dennoch, aufgrund der hier fehlenden Struktur, einen Vertrag mit dem UK Aachen abgeschlossen, um zwei Plätze zu reservieren. Im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten des UK Aachen können aber, über die zwei Plätze hinaus, weitere Aufnahmen stattfinden.

Je nach Situation arbeiten wir im Rahmen der Jugendhilfe auch mit anderen spezialisierten Einrichtungen für psychische Leiden zusammen.
Darüber hinaus sehe ich auch weiterhin einen Bedarf für einen Kinder- und Jugendpsychiater in der DG. Allerdings ist das über die Grenzen der DG hinaus eine eher „seltene Ressource“.

Wir wollen auch in diesem Bereich aktiv werden und im Rahmen eines Vertrags mit einem Kinder- und Jugendpsychiater für mehrere Dienste zusammenarbeiten. Eine Ausschreibung ist aktuell in Planung.

Mit dem Haushalt 2021 haben wir dem Begleit- und Therapiezentrum „BTZ“ 2 Vollzeitäquivalentstellen auf meine Initiative hin gewährt, um die Anfragen im Kinder- und Jugendbereich schneller zu bearbeiten. Das BTZ hat das Personal hierfür gefunden. Im Laufe des Monats Februar und März werden die Fachkräfte ihren Dienst antreten.

Läuft alles glatt? Das würde ich nicht behaupten. Gerade im Kinder- und Jugendbereich ist mit einem Anstieg der Anfragen zu rechnen. Es gibt jetzt schon Wartelisten in der mentalen Gesundheit.

Machen wir uns nichts vor. Die anhaltende Pandemie hat einen großen Einfluss auf alle Menschen – selbstverständlich auch auf die mentale Verfassung der Kinder und Jugendlichen.

In diesem Zusammenhang sind Lockerungen der Bestimmungen für den Kinder- und Jugendbereich dringend zu empfehlen.

Wir haben alles daran getan, damit es nicht zum Triage-Verfahren in den Krankenhäusern kommt.

Wir müssen jetzt das Pendel in Richtung mentale Gesundheit schwingen, damit wir eine Triage in Kinder- und Jugendpsychiatrien vermeiden.

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