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Wallonie und DG übernehmen den Vorsitz der Ministerkonferenz zu den Frauenrechten


4. Februar 2021

IMK Frauenrechte

PRESSEMITTEILUNG zur IMK Frauenrechte Wechsel der Präsidentschaft

Die Sozialminister der Wallonischen Region und der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Christie Morreale (PS) und Antonios Antoniadis (SP), übernehmen gemeinsam den Vorsitz der interministeriellen Konferenz (IMK) Frauenrechte. Die interföderale Konferenz wird sich mit Themen wie die Bekämpfung von Sexismus, gleiche Berufschancen oder die Enttabuisierung der Menstruation beschäftigen.

„Die Stärkung der Frauenrechte gehört ganz oben auf die politische Agenda. Deswegen gehört die Deutschsprachige Gemeinschaft zu den Mitbegründern dieser Ministerkonferenz“, so Sozialminister Antonios Antoniadis, der bei dieser Gelegenheit der bisherigen Vorsitzenden, der Brüsseler Staatssekretärin Nawal Ben Hamou (PS), für ihren Einsatz dankte.

Antoniadis und Morreale legten in Absprache mit den anderen Mitgliedern der IMK vier Themenschwerpunkte für den Zeitraum ihrer Co-Präsidentschaft fest, die bis zum 18. Oktober 2021 laufen wird.

Die Themen reichen vom Kampf gegen Sexismus, Gewalt und Benachteiligung auf dem Arbeitsplatz bis hin zum Zugang zum hygienischen Schutz während der Menstruation.

Die einzelnen Themen im Überblick:

  1. Bekämpfung von Sexismus im realen und virtuellen öffentlichen Raum

Viele Frauen erleben täglich Manifestationen von Sexismus im „realen“ öffentlichen Raum, aber auch in virtuellen (sozialen) Netzwerken. Diese Taten treten Berichten zufolge durch die aktuelle Gesundheitskrise noch verstärkter in Erscheinung.

  1. Entwicklung eines koordinierten Kampfes gegen menstruale Prekarität

Der Zugang zu hygienischem Schutz während der Menstruation muss als ein Grundrecht für alle Frauen angesehen werden. Es ist ein Thema, das sowohl in den Bereich der Armutsbekämpfung als auch der öffentlichen Gesundheit fällt.

  1. Kostenlose telefonische Beratungsstellen zur Bekämpfung von Gewalt sowie einhergehende Werbung im öffentlichen Raum, um die gebührenfreien „Gewalt-Hotlines“ bekannt zu machen

Kostenlose Anrufe, die mit Hotlines verbunden sind, können lediglich über Nummern getätigt werden, die, durch den königlichen Erlass vom 2. Februar 2007 über Notdienste gemäß Artikel 107, § 1 und § 3 des Gesetzes vom 13. Juni 2005 über elektronische Kommunikation und zur Festlegung verschiedener Bestimmungen in Bezug auf elektronische Kommunikation für Notdienste, als „Notdienste“ gelten. Eine Gesetzesänderung wäre also notwendig.

  1. Ausgewogene Vertretung in allen Berufsbereichen

Die Mehrheit der Frauen ist in den Berufsfeldern vertreten, die auf dem Arbeitsmarkt am wenigsten geschätzt werden. Wenn man weiß, dass die so genannten „männlichen Sektoren“ mehr Absatzmöglichkeiten, mehr Chancen und letztlich auch bessere Gehälter bieten, stellt dies eine echte Ungerechtigkeit dar.

Der zuständige Konzertierungsausschuss beschloss am 18. Dezember 2019 die Einberufung der Interministeriellen Konferenz für Frauenrechte. Seither steht die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen aber auch das Thema Chancengleichheit im Fokus der gemeinsamen Arbeit.

Teilnehmer der IMK Frauenrechte sind:

  • Valérie Glatigny (MR)
  • Christie Morreale (PS)
  • Wouter Beke (CD&V)
  • Alexander De Croo (Open VLD)
  • Zuhal Demir (N-VA)
  • Vincent Van Quickenborne (Open VLD)
  • Sarah Schlitz (Ecolo)
  • Bénédicte Linard (Ecolo)
  • Anneliese Verlinden (CD&V)
  • Nawal Ben Hamou (PS)
  • Bart Somers (Open VLD)
  • Antonios Antoniadis (SP)

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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