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Antoniadis: „Wir Menschen in Grenzregionen leben Europa jeden Tag“


18. Januar 2021

Fachministerkonferenz zur Raumentwicklung

PRESSEMITTEILUNG zur Fachministertagung Raumordnung

Am Dienstag nahm Raumordnungsminister Antonios Antoniadis (SP) an der 7. Fachministerkonferenz in der Großregion teil. Die insgesamt 10 Teilnehmenden aus den angrenzenden Regionen Luxemburgs haben sich auf eine gemeinsame Strategie geeinigt und erneut die Bereitschaft für eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Raumplanung bekräftigt. In Antoniadis‘ Augen stellt dies einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung der grenzüberschreitenden Lebensbedingungen der Bevölkerung dar.

Bereits im Zuge der letzten Fachministerkonferenz, die am 16. Januar 2020 stattgefunden hat, haben sich die teilnehmenden politischen Akteure aus Luxemburg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, der Wallonie, der Région Grand Est, den Départements Moselle, Meuse und Meurthe et Moselle sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft darauf geeinigt, dass aus dem Dokument „Eine grenzüberschreitende Zukunftsvision für die Großregion“ eine operative Strategie hervorgehen soll. Diese Strategie wurde nun vorgestellt und verabschiedet.

Diese basiert auf vier Achsen:

  1. Transformationsprozesse antizipieren, begleiten und lenken, um in der Lage zu sein, effizient reagieren zu können.
  2. Dienstleistungen verbessern und eine ausgewogene Umsetzung zugunsten der Bevölkerung fördern.
  3. Entwicklung dekarbonisierter und resilienter, ländlicher und städtischer Räume auf den Weg bringen.
  4. Gemeinsame Weiterentwicklung der Projekte und Strukturen der Großregion unter stärkerer Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger.

Mit der Strategie beabsichtigen die verantwortlichen Akteure demnach, im gemeinsamen Raum wirtschaftliche und soziale Chancen gleichberechtigt für die Menschen zu schaffen und das, ohne dabei die unterschiedliche Situationen auf dem Land und in der Stadt aus dem Auge zu verlieren. Gleichzeitig soll die Raumentwicklung auch zu mehr Ökologie führen und Lebensräume schützen. Finanziert wird das gemeinsame Projekt durch europäische Interreg-Mittel.

In Antoniadis Augen habe man hier die Zeichen der Zeit erkannt und einen wichtigen Beitrag zur weiteren europäischen Integration gewählt: „Dass Europa im Großen funktionieren kann, beweisen wir in den Grenzregionen jeden Tag im Kleinen, indem wir auf politischer Ebene rechtliche und mentale Barrieren abbauen und an der Verbesserung der Lebensbedingungen unserer Bevölkerung über die Grenzen hinweg arbeiten. Die Menschen in unserer Grenzregion leben Europa jeden Tag. Inzwischen recht unauffällig, denn es ist für sie selbstverständlich geworden, die unsichtbaren Grenzen zu passieren, um zu lernen, zu arbeiten, einzukaufen, Kultur zu genießen und zu leben. Gerade uns Ostbelgier verbinden enge Kontakte zum Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik.“

Teilgenommen an dieser Konferenz haben:

– Claude Turmes, Minister für Raumentwicklung des Großherzogtums Luxemburg

– Willy Borsus, Vize-Präsident der Wallonie, Ministre de l’Économie, du Commerce extérieur, de la Recherche et de l’Innovation, du Numérique, de l’Agriculture et de l’Aménagement du territoire

– Antonios Antoniadis, Vize-Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Minister für Gesundheit und Soziales, Raumordnung und Wohnungswesen

– Nicole Steingaß, Staatssekretärin des Ministeriums des Innern und für Sport, Rheinland-Pfalz

– Christian Seel, Staatssekretär des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport, Saarland

– Hervé Vanlaer, Directeur régional de l‘environnement, de l‘aménagement et du logement du Grand Est

– Franck Leroy, Vize-Präsident der Région Grand Est,

– Patrick Weiten, Präsident des Conseil départemental de la Moselle,

– Valérie Beausert-Leick, Präsidentin des Conseil départemental de la Meurthe-et-Moselle,

– Stéphane Perrin, Vize-Präsident des Conseil départemental de la Meuse,

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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