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Durchbruch: Corona-Krankenhauskosten werden bei Verlegung ins Ausland übernommen


30. Oktober 2020

Komplette Übernahme der Kosten durch Föderalstaat

PRESSEMITTEILUNG: Durchbruch bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung von Covid-Patienten

In einem Rundschreiben teilt das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) mit, für die Transport- und Behandlungskosten belgischer Covid-Patienten in den Krankenhäusern im europäischen Ausland aufzukommen. DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) hatte sich schon vor geraumer Zeit für die Aufnahme von Patienten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die Kostenübernahme durch den Föderalstaat stark gemacht.

Das Coronavirus hat Belgien und die Welt fest im Griff. Nicht nur die Infektionszahlen, sondern auch die Krankenhausaufenthalte nehmen täglich rapide zu. Obwohl die Krankenhäuser ihre Bettenkapazitäten stark erweitert haben, stößt die Gesundheitsversorgung in den Krankenhäusern inzwischen fast an ihre Grenzen. Auch in Ostbelgien kämpfen Ärzte und Personal mit steigenden Patientenzahlen.

Aus diesem Grund hatte sich der DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis bereits vor geraumer Zeit dafür eingesetzt, dass ostbelgische Patienten in den deutschen Krankenhäusern der Grenzregionen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz behandelt werden können. Entsprechende Kontakte mit der Brüsseler Regierung und der deutschen Politik sollten den Rahmen für Behandlungen im Ausland von nicht-intensivund intensivpflege-Patienten mit Covid-Diagnose ermöglichen.

Durch die Erweiterung der Bettenkapazitäten in den unmittelbaren Grenzregionen beabsichtigte Antoniadis, die eigene Krankenhäuser und das Pflegepersonal in Eupen und St.Vith zu entlasten.

Zudem hat sich der SP-Minister dafür eingesetzt, dass die Kosten vom Föderalstaat übernommen werden und letzten Endes nicht die Patienten darauf sitzen bleiben.

Das auf den 29. Oktober datierte Rundschreiben des LIKIV sieht nun eine Kostenübernahme von Transport und anschließender Behandlung seitens des Föderalstaats vor, wenn Patienten aus einem belgischen Krankenhaus in ein anderes Krankenhaus eines anderen EU-Mitgliedsstaats, so z.B. in Deutschland oder Luxemburg, verlegt werden müssen. Patienten, die selbstständig in einem Krankenhaus im Ausland vorstellig werden und in Belgien krankenversichert sind, werden hingegen weiterhin entsprechend der europäischen Richtlinie über die Patientenmobilität behandelt. Heißt: Die Kosten für die Auslandsbehandlung werden von der Krankenkasse bis zu der Höhe erstattet, die auch bei der entsprechenden Behandlung im Inland angefallen wären.

„Ich möchte dem neuen Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (sp.a), aber auch Jo De Cock und Chris Segaert vom LIKIV für Ihr offenes Ohr in dieser Sache danken. Das Corona-Virus stellt für uns alle eine enorme Herausforderung dar, im Hinblick auf die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung allerdings auch eine Chance.“, so Antoniadis, der die Regelung als Fortschritt in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung und Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern betrachtet. „Nicht unerwähnt bleiben müssen auch die ostbelgischen Krankenkassen, und insbesondere Hubert Heck von der Freien Krankenkasse, die für Rückfragen beratend zur Seite gestanden haben.“

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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