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Grundstücksreserven der Deutschsprachigen Gemeinschaft


Es gilt das gesprochene Wort!

09.09.2020

312 Frage und Antwort die Grundstücksreserven der DG

Ich selbst habe an dieser Rundfahrt, die von der ehemaligen Nosbau-Wohnungsbaugesellschaft organisiert wurde, teilgenommen und möchte den Veranstaltern für diesen Einblick herzlich danken.

Während der Tagung durften wir sanierungsbedürftige und bezugsfertige Wohnungen besichtigen.

Die Stichprobe hat mich in unseren Zielen bestärkt: Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum in Ostbelgien.

Wir brauchen neuen Wohnraum, aber wir müssen vor allem die bestehenden Wohnungen sanieren, damit man dort gesund und umweltfreundlich leben kann.

Die Regierung befindet sich aktuell mit den Verantwortlichen der künftigen Wohnungsbaugesellschaft für Ostbelgien im Gespräch.

Es geht dabei um den Auftrag im öffentlichen geförderten Wohnungsbau und um die Finanzierung.

In den nächsten fünf Jahren werden wir der Gesellschaft rund 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit wird die Wohnungsbaugesellschaft in der Lage sein, zwei Drittel des Bestands zu sanieren und zu renovieren. Das beginnt beim Anstrich und endet bei der Energiesanierung. Außerdem sollen 50 neue Wohnungen entstehen.

Die Regierung geht aber viel weiter und wird ein Investitionsprogramm für die nächsten zehn Jahre vorstellen. Doch hierzu werden Sie in der Regierungserklärung vom 21. September mehr erfahren.

Wo der neue Wohnraum geschaffen werden soll, soll die Gesellschaft gemeinsam mit den Gemeinden entscheiden.

Die Regierung ist jedenfalls bereit, Teile der Grundstücke, die wir von der SWL erhalten haben, für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Ich spreche bewusst von Teilen, da die Flächen oftmals zu groß sind, um dort nur Wohnraum für den sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Das Ziel muss deshalb sein, mehr soziale Vielfalt in der Bewohnerschaft hinzubekommen. Deswegen sollen auch Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen Zugang zum öffentlich geförderten Wohnraum erhalten. Aber was hindert uns daran, diese soziale Vielfalt durch die Errichtung privater Wohnprojekte zu ermöglichen, indem junge Familien an derselben Stelle günstiges Bauland erwerben können?

Was den Last-Minute-Kauf des SWL Grundstücks durch die damalige Nosbau-Gesellschaft angeht, so ist es, wie so oft im Leben, dass das vermeintliche Schnäppchen teuer bezahlt wird.

Die DG hätte dieses Grundstück von der SWL kostenlos erhalten. Die damaligen Vertreter der Nosbau-Gesellschaft beschlossen den Kauf des eigentlich kostenlosen Objekts für mehr als eine Viertel Million Euro Steuergeld. Der Mehrwert dieser Operation entzieht sich meiner Kenntnis.. Aber in diesem Fall bringt es nichts, nachzukarten. Stattdessen sollten wir uns konstruktiv und geeint in Richtung Zukunft bewegen.

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