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Zusätzlichen 150-stündigen Weiterbildung für Pflegehelfer


Es gilt das gesprochene Wort!

01.07.2020

277 Frage und Antwort zu der Zusatzausbildung für Pflegehelfer

Die Ausbildung zum Pflegehelfer ist föderale Materie.

Der Beschluss der Erweiterung der Pflegetätigkeiten und die genauen Modalitäten wurden ebenfalls vom Föderalstaat getroffen.

Hintergrund dieser Zusatzausbildung ist die Aufwertung des Berufsbildes sowie eine Anpassung der Pflegetätigkeit an heutige Standards.

Aus diesem Grund sind für alle Pflegehelfer, die nach dem 01.09.2019 ausgebildet werden, die zusätzlichen 150 Stunden zu den erweiterten Tätigkeiten automatisch in den Lehrplan integriert worden.

Alle diplomierten Pflegehelfer, die vor dem 01.09.2019 registriert wurden, haben die Möglichkeit, sich freiwillig weiterzubilden.

In der Tat ist dies eine Besonderheit, die mitunter die Gestaltung von Dienstplänen erschwert, denn nur wer die Zusatzausbildung absolviert hat, darf diese Tätigkeiten ausüben.

Nichtsdestotrotz steht eine verpflichtende Teilnahme von Seiten der Einrichtungen weder für das Krankenhauspersonal- noch für die WPZS-Mitarbeiter zur Debatte.

Lösungsansätze sind aufklärende Gespräche mit den Mitarbeitern, die Bekanntmachung der Vorteile dieser Ausbildung sowie eine finanzielle Unterstützung.

Beide Lehrinstitute haben Anfang September 2019 mit maximaler Teilnehmerzahl den ersten Lehrgang gestartet. Weitere Module laufen momentan, werden aber aufgrund der Coronakrise verspätet beendet.

Darüber hinaus gibt es bereits Anfragen interessierter Kandidaten für den nächsten Durchgang. Die anfängliche Skepsis, dass aufgrund der Freiwilligkeit nur wenige Pflegehelfer die Ausbildung absolvieren würden, hat sich bisher nicht bestätigt. Dieser positive „Trend“ begünstigt den homogenen Ausbildungsstatus des Pflegepersonals.

Die Einrichtungen entscheiden eigenständig, in welchem Maß sie ihre Mitarbeiter finanziell unterstützen. So besteht die Möglichkeit, dass die Weiterbildungsstunden durch bezahlten Bildungsurlaub abgedeckt werden oder die Einschreibegebühr übernommen sowie Arbeitsstunden für Praktika angerechnet werden.

Etwaige Mehrkosten für die Organisation der Zusatzausbildung werden von der Deutschsprachigen Gemeinschaft getragen.

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