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Neueinschreibungen WPZS


Es gilt das gesprochene Wort!

01.07.2020

275 Frage und Antwort Neueinschreibungen WPZS

Wie selten zuvor standen die Wohn- und Pflegezentren im Fokus der Berichterstattung. In der in- und ausländischen Presse waren beinahe täglich Schreckensnachrichten zu lesen, Begriffe wie „Sterbehäuser“ oder „Aussätzige“ verstärkten ein überwiegend negatives Bild.

Hinzu kamen Maßnahmen wie Besuchsverbote oder Quarantänemaßnahmen. Für die Bewohner waren sie überlebenswichtig. Für die Mitarbeiter waren sie im Kampf gegen das Coronavirus in den Häusern eine Unterstützung.

Für Außenstehenden beflügelten aber gerade diese Maßnahmen die Fantasie über das Innenleben dieser Einrichtungen.

Dabei ist der Einzug in ein WPZS bereits zu „Normalzeiten“ ein großer Schritt für den Senior und dessen Angehörige, der einiges an Überlegung bedarf.

Logisch, dass die Entscheidung, zum jetzigen Zeitpunkt in ein WPZS einzuziehen, noch schwerer fällt. So hat es tatsächlich einige Absagen von Personen gegeben, die ihren geplanten Einzug verschoben haben.

Es gab allerdings bereits während der Krise Neueinzüge nach einem Krankenhausaufenthalt.

Darüber hinaus ziehen seit dem Ende des Einzugsstopps neue Bewohner ein.

Ich glaube aber nicht, dass die Erfahrung mit Corona die Neueinzüge massiv beeinflussen wird.

Gerade bei einem erhöhten Pflegebedarf werden diese Einrichtungen auch in Zukunft die geeigneten Dienstleistungen erbringen können und quasi unersetzbar bleiben.

Gleichwohl wäre es natürlich zu begrüßen, wenn neue Initiativen für alternative Wohnformen für ein weniger pflegebedürftiges Publikum wachsen könnten.

Die Regierung ist selbstredend bereit, solche Initiativen zu unterstützen. Wie man an den Beispielen der Senioren-WG, der Seniorenresidenz und den betreuten Wohnungen sehen kann, haben wir das bisher schon getan.

Wir haben außerdem im Seniorendekret eine Anschubfinanzierung festgeschrieben.

Darüber hinaus denke ich, dass die Zuständigkeit Wohnungswesen ein nützliches Instrument zum Ausbau des angepassten Wohnraums für Senioren sein könnte. Mit der Zuständigkeit Wohnungswesen können generell viele Synergien zu bestehenden Zuständigkeiten erfolgen.

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