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Ausgangssperre und die Zunahme häuslicher Gewalt


Es gilt das gesprochene Wort!

06.04.2020

166 Frage und Antwort zur Ausgangssperre und Zunahme häuslicher Gewalt

Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat eine Kampagne lanciert, damit diese Problematik angesprochen wird. Gleichzeitig wurde von Prisma, der Polizei und der Telefonhilfe auf die Angebote hingewiesen.

Das hat dazu geführt, dass der BRF sich des Themas angenommen hat.

Außerdem wurde die Online-Kampagne auf Facebook über 200 Mal geteilt.

Auch in der bevorstehenden Hauswurfsendung der Regierung wird dieses Thema aufgegriffen und auf die Dienste hingewiesen.

Die Anlaufstelle Prisma bietet weiterhin eine Beratung und Unterstützung an.

Die Polizei versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Hilfe zu leisten. Die häusliche Gewalt ist immerhin ein Schwerpunktthema des Strategieplans. Außerdem hat sie spezielle Anweisungen von der Staatsanwaltschaft erhalten.

Bisher wurden bei der Staatsanwaltschaft nicht vermehrt Klagen eingereicht.

Auch Prisma hat aktuell keine Steigerung der Interventionen festgestellt.

Man rechnet damit, dass diese erst mit einer Verlängerung der Ausgangssperre auftreten könnten.

Was die Unterbringungskapazitäten angeht, könnte man im Falle einer Überbelegung in Absprache mit den Gemeinden auf die Notaufnahmewohnungen zurückgreifen.

Im Gegensatz zu der Quelle aus dem Saarland, die Sie erwähnen, haben die Schulen und die Kinderbetreuungseinrichtungen in Belgien und Ostbelgien geöffnet. Das entspannt die Lage sicherlich in einigen Fällen.

In der Jugendhilfe stellen die Mitarbeiter in einigen Situationen eine gereizte Stimmung fest. Allerdings können sie nur von den Familien sprechen, die sie begleiten und nicht von der Allgemeinbevölkerung. Die Jugendhilfe ist nicht befugt, Stichprobenkontrollen in den Haushalten durchzuführen. Das wäre ohnehin unverhältnismäßig.

Trotz der teilweise gereizten Stimmung ist bisher auch in der Jugendhilfe keine Zunahme der Interventionen festzustellen.

Auf nationaler Ebene hat am 2. April die Arbeitsgruppe der interministeriellen Konferenz „droits des femmes“ getagt, um die aktuelle Situation zu analysieren.

Dort wurde festgehalten, dass, in Ermangelung von Kontrollmöglichkeiten in den Haushalten, der Schwerpunkt auf das Bewerben der Hilfsdienste gelegt wird.

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