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Coronavirus: Kollegium der Hausärzte passt Empfehlungen für Verdachtsfälle an


09. März 2020

Antoniadis: Es gilt, gefährdete Zielgruppen zu schützen und das Virus einzudämmen

PRESSEMITTEILUNG: Das Kollegium der Hausärzte passt Empfehlungen für Verdachtsfälle an

In einer Mitteilung an die Hausärzte hat das Kollegium der Allgemeinmediziner für den Süden des Landes und Brüssel seinen Mitgliedern empfohlen, aufgrund des aktuellen Materialmangels für den Coronavirus-Test, bei Personen mit Grippesymptomen das Arzt-Patienten-Gespräch zunächst ausschließlich telefonisch durchzuführen. Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) sieht dies als die logische Konsequenz infolge der Mitteilung des zuständigen Labors in Löwen, wonach nur noch die dringenden Verdachtsfälle analysiert werden können.

„Da die Ärzte aktuell bei leichten und mittleren Grippesymptomen nicht mehr überprüfen können, ob es sich um die saisonale Grippe oder um das Coronavirus handelt, ist es die logische Konsequenz dessen, dass eine Diagnose zunächst telefonisch erfolgt. Weist der Patient milde oder mittlere Symptome einer Atemwegsinfektion auf, dann kann der Arzt die Person bis zum Abklingen der Symptome krankschreiben. Bei schweren Symptomen wird ein Coronavirus-Test durchgeführt und eine Verlegung in ein Krankenhaus in Absprache mit der Hygieneinspektion beschlossen“, so der Gesundheitsminister in einer Mitteilung.

„Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und die Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten, ist diese Empfehlung des Ärztekollegiums folgerichtig und verhältnismäßig“, so der Minister weiter. „Schließlich geht es darum, die Menschen zu schützen, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören und bei einer Infektion besonders gefährdet sind. Das sind vordergründig ältere und immunschwache Menschen. Außerdem dürfen die Hausärzte selbst nicht erkranken, um die Versorgung weiterhin garantieren zu können. Ab dem Moment, wo ein Test nicht möglich ist, ist jeder Grippefall potenziell ein Coronavirus-Fall.“

Bereits zum Wochenende hatte Minister Antoniadis in Absprache mit den Leitern der Senioreneinrichtungen beschlossen, die Besuchskontakte zum Wohle der Bewohner einzuschränken.

Das neue Verfahren der Hausärzte wird bis zur Lieferung des Analysematerials durch den Föderalstaat Bestand haben. Erst dann könnten wieder wie zuvor Coronavirus-Proben entnommen werden.

Bisher betraf dieses Verfahren nur die Verdachtsfälle, die sich in den Risikozonen im Ausland befunden hatten oder direkt Kontakt mit Reiserückkehrern hatten.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird im Konzertierungsausschuss und im Nationalen Sicherheitsrat mit dem Föderalstaat und den anderen Teilstaaten in den nächsten Tagen in enger Absprache weitere Maßnahmen beschließen. Die Grundlage hierfür bilden die Empfehlungen der Risk Management Group, die heute Abend unter wissenschaftlicher Begleitung formuliert werden. Dazu zählen unter anderem der
Umgang mit Großveranstaltungen, mit Wohn- und Pflegezentren, Krankenhäusern, Schulen und anderen Einrichtungen im Land.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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