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Coronavirus: „Vorsicht, aber kein Grund zur Sorge“


26. Februar 2020

Reaktion auf die Fälle in NRW

PRESSEMITTEILUNG zur Reaktion auf die Coronavirus-Fälle in NRW

Nach dem ersten gemeldeten Fall im Kreis Heinsberg steht Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) mit den deutschen Behörden in NRW und den ostbelgischen Krankenhäusern in Verbindung. In Ostbelgien besteht momentan kein Grund zur Sorge, dennoch ist Vorsicht geboten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind nur zwei Infektionen aus Gangelt (NRW) bestätigt worden. Die beiden Personen werden im Universitätsklinikum Düsseldorf behandelt. Grenzgänger in diesem Gebiet sollten Vorsicht dennoch walten lassen.

„Wir stehen bereits mit dem St. Nikolaus-Hospital Eupen und der Klinik St. Josef in Sankt Vith in Kontakt. Wir haben ihnen aufgrund der aktuellen Lage im Kreis Heinsberg empfohlen, bei Patienten mit Atemwegserkrankungen gegebenenfalls die Personen bis zur eindeutigen Diagnose zu isolieren“, so der Minister in einer Stellungnahme. „Es handelt sich hierbei jedoch um eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

Die Symptome der Coronavirus-Erkrankung sind vergleichbar mit denen einer Grippe. Die Betroffenen klagen über Atemnot, Fieber und Husten. Die Erkrankung kann harmlos verlaufen, jedoch auch zu einer leichten oder schweren Lungenentzündung führen, welche im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Besonders gefährdet sind ältere und immungeschwächte Menschen. Es gibt jedoch einfache Maßnahmen, die die Verbreitung von Grippe-, Corona- oder auch anderen Viren eindämmen können. Dazu zählt unter anderem regelmäßiges Händewaschen oder das Abdecken von Nase und Mund beim Niesen oder Husten.

Das Coronavirus kann über Reisende nach Belgien gelangen. Nach Auskunft der AViQ (Agence wallonne pour une vie de qualité) gelten derzeit nur für Personen, die gerade von einer Reise aus Italien, Südkorea, Iran, Japan und Singapur zurückkehren, besondere Vorsichtsmaßnahmen.

Personen, die glauben, an dem Coronavirus erkrankt zu sein, weil sie oder eine Person, mit der sie in Kontakt gekommen sind, sich vor kurzem in einer der betroffenen Länder oder Regionen aufgehalten haben, wird in jedem Fall dazu geraten, zuhause zu bleiben und telefonisch ihren Hausarzt zu kontaktieren. Das ist wichtig, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

„Die Hausärzte und Krankenhäuser sind von unseren Kollegen von der AViQ über die Vorgehensweise informiert worden, wie bei einem Verdachtsfall vorzugehen ist. Wir bleiben in jedem Fall wachsam und halten die Bevölkerung über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden“, so Antoniadis abschließend.

Informationen zum Coronavirus:

1. Was gilt es derzeit zu beachten?
Das Virus hält sich nicht an Landesgrenzen auf. Dennoch besteht kein Grund zur Panik. Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und die üblichen Hygienemaßnahmen, die auch bei einer Grippewelle beachtet werden sollten, einzuhalten.

2. Wie wird das Virus übertragen?
Ging man vor einem Monat noch davon aus, dass das Virus nur vom Tier auf den Menschen übertragbar sei, so weiß man inzwischen, dass das Virus auch vom Menschen übertragen wird. Dies geschieht über Tröpfcheninfektionen, d.h. über Niesen und Husten.

3. Was kann ich tun, um mich zu schützen?
Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen Covid-19. Um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, ist es wichtig, sich an die üblichen Hygienemaßnahmen zu halten:

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife.
  • Nutzen Sie Einwegtaschentücher beim Husten, Niesen und Naseputzen. Entsorgen Sie diese nach Benutzung.
  • Meiden Sie größere Personenansammlungen.
  • Halten Sie Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion auf Abstand.

4. Welche Symptome gehen mit einer Erkrankung einher?
Das Virus geht mit einer Inkubationszeit einher. Das bedeutet, dass manche infiziert sind, die Symptome sich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerkbar machen. In dieser Phase ist der oder die Betroffene für andere bereits ansteckend. Die Symptome ähneln denen einer gewöhnlichen Grippe. Betroffene klagen über Husten und Atemnot. In einigen Fällen haben die Betroffenen auch Fieber.

5. Wie muss ich mich verhalten?
Es wichtig Ruhe zu bewahren. Wenn Sie oder eine Person aus Ihrem Umfeld mit einem Menschen in Kontakt gekommen sind. der zuvor in China oder in einer anderen betroffenen Region war und Symptome aufweisen, dann kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt. Ganz wichtig: Bleiben Sie zuhause. Gehen Sie weder zum Arzt noch in die Notaufnahme. Das ist wichtig, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Ihr Hausarzt wird Ihnen die weitere Vorgehensweise am Telefon erklären.

6. Wie schütze ich andere in Krankheitsfall?

Bleiben Sie zuhause und vermeiden Sie den Kontakt zu Ihren Mitmenschen. Leisten Sie den Instruktionen Ihres Hausarztes Folge und warten Sie in jedem Fall die Diagnose ab.

7. Was, wenn die Diagnose bestätigt wird?
Wenn Sie sich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert haben, so informiert der Hausarzt die zuständigen Behörden. Für die Deutschsprachige Gemeinschaft ist das die AViQ (Agence wallonne pour une vie de qualité). In einer spezialisierten Klinik werden Sie von Fachärzten professionell behandelt. Außerdem werden die Personen, mit denen sie in Kontakt gekommen sind, ermittelt, isoliert und entsprechend versorgt.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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