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Die Stundenblume


Es gilt das gesprochene Wort!

15.01.2020

92 Frage und Antwort zur Stundenblume

1) Nach Aussage der Stundenblume, verfügt der Dienst momentan über genügend Ehrenamtliche, um die Anfragen zu decken. Im Allgemeinen werden nur sehr wenige Anfragen aus ganz bestimmten Gründen abgelehnt.

Dennoch ist die Stundenblume vorsichtig, da die Ehrenamtlichen ein hohes Alter aufweisen. 33% der Ehrenamtlichen sind älter als 75. Das dürfte allerdings wenig überraschen, denn es ist oft üblich, dass erst nach Antritt der Rente ein solches Engagement eingegangen wird.

Wenn man nun bedenkt, dass die Zahl der älteren Mitmenschen steigt, dann müsste man sich doch über den Nachwuchs freuen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Es gibt verschiedene Entwicklungen, die die Akquise von neuen Ehrenamtlichen beeinflussen.

Zum einen wäre da die Anhebung des Renteneintrittsalters. Dies hat zur Folge, dass die Zielgruppe erst später zur Verfügung steht. Außerdem möchten sich einige erst erholen und zur Ruhe kommen, ehe sie ein ehrenamtliches Engagement eingehen.

Durch die Individualisierung der Gesellschaft gibt es zudem unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie man sich selbst verwirklicht. Das ist eine Herausforderung für sehr viele Organisationen.

Eine weitere allgemeine Feststellung ist, dass die Menschen sich nicht langfristig binden lassen wollen.

Dadurch, dass die Zahl der berufstätigen Frauen gestiegen ist, die Betreuung der Kinder aber immer noch vorzugsweise durch die Familie erfolgen soll, springen viele Menschen nach der Rente bei der Betreuung der Kinder ein.

2) Die Stundenblume betont, dass die Regierung bisher immer ein offenes Ohr für die Probleme und Anliegen der Stundenblume hatte und sie außerdem durch Beratung wie auch finanziell gut unterstützt werden.

Die Verantwortlichen nehmen regelmäßig an Veranstaltungen und Seminaren der DG teil. Außerdem greift man auf die Leistungen der Servicestelle „Ehrenamt“ zurück.

Des Weiteren wird die Stundenblume, wie auch die anderen Ehrenamtsorganisationen durch die Plattform EMJA und die Organisation des Ehrenamtsmarktes unterstützt. Zusätzlich hat die Stundenblume beim Projekt „Ostbelgien und du“ gewonnen, dessen Preis der Dreh eines Imagefilms über die Organisation war.

3) Aus Sicht der Stundenblume ist die einzige effektive Maßnahme neue Ehrenamtliche zu erreichen, die Mund zu Mund Propaganda ihrer Ehrenamtlichen.

Zur Unterstützung der Ehrenamtsorganisationen wird voraussichtlich 2020 eine Informationskampagne ins Leben gerufen. Diese könnte, zum Beispiel, auf den positiven gesundheitlichen Effekt eines Ehrenamtes eingehen und erläutern, wie erfüllend es sein kann, etwas für andere Menschen zu tun. Dieses Angebot werden wir mit der Stundenblume
und dem Josephine-Koch-Service besprechen.

Die Stundenblume hat auch Interesse bekundet, an einem Pilotprojekt des Arbeitsamtes teilzunehmen, bei dem ältere Arbeitssuchende, die wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, von der Verpflichtung entbunden werden sollen, regelmäßig Bewerbungen schreiben zu müssen, wenn sie dafür in einer Ehrenamtsorganisation tätig werden.

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