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Paten- und Bereitschaftspflegefamilien


Es gilt das gesprochene Wort!

04.12.2019

71 Frage und Antwort zu den Paten- und Bereitschaftspflegefamilien

Alle Anfragen auf Pflegschaft, die entweder vom Jugendhilfedienst im Rahmen der freiwilligen Jugendhilfe, oder von den Gerichtsbehörden, beziehungsweise dem Jugendgerichtsdienst im Rahmen der gerichtlichen Jugendhilfe an den Pflegefamiliendienst herangetragen werden, sind zurzeit abgedeckt. Es besteht aktuell also keine Warteliste.

Von 2010 bis Oktober 2019 wurden insgesamt 107 Kinder durch den Pflegefamiliendienst in Pflege- und Patenfamilien vermittelt:

  • 37 Kinder in Langzeitpflege;
  • 36 Kinder in Bereitschaftspflege;
  • 34 Kinder in Patenfamilien;

Von 2012 bis Oktober 2019 betreute der Pflegefamiliendienst jährlich durchschnittlich 60 Pflegekinder und 10 Patenkinder in 49 Familien.

1. Begleitung der Familien:
Vor dem Hintergrund der besonderen pädagogischen Anforderungen wird die fachliche Beratung und Begleitung der Pflege- und Patenfamilien, nach Vermittlung eines Kindes, durch die Mitarbeiter des Pflegefamiliendienstes gewährleistet. Da es sich bei einer Pflegschaft um eine Jugendhilfemaßnahme handelt, werden die Rechte und Pflichten der Pflegeeltern sowie des Pflegefamiliendienstes vertraglich festgehalten.

2. Besuchskontakte begleiten
Neben der Begleitung der Pflege- und Patenfamilien begleiten die Mitarbeiter auch Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern. Für die Kinder ist es wichtig, den Bezug zu ihrer Herkunftsfamilie zu erhalten und bestenfalls eine positive Beziehung zu den leiblichen Eltern zu pflegen. Ein Großteil der Pflegekinder behält den Kontakt zur Herkunftsfamilie. In den meisten Fällen finden die Kontakte ohne Begleitung des Dienstes, in einfacher Absprache zwischen der Pflegefamilie und den leiblichen Eltern statt. Bestehen keine Kontakte zu den leiblichen Eltern, kann dies damit begründet sein, dass die leiblichen Eltern keine Kontakte wünschen oder die Unterbringungsinstanz diese zum Wohle des Kindes ausgesetzt hat.

3. Weiterbildung und Austausch fördern
Der Pflegefamiliendienst bietet regelmäßig Weiterbildungen für Pflege-, Paten- und Adoptivfamilien sowie für Fachkräfte an. Zudem werden Austauschabende und Familientage zu verschiedenen Themen für diese Familien angeboten:

  1. Fachtagungen
    Alle zwei Jahre findet eine Fachtagung statt. Der Pflegefamiliendienst organisiert diese gemeinsam mit der Zentralen Behörde der Gemeinschaft für Adoption. Zu dieser Fachtagung werden sowohl die Pflegeeltern als auch ostbelgische Fachkräfte (Sozialdienste, das Justizwesen) eingeladen. Am 12. und 13. Oktober 2018 fand eine Fachtagung zum Thema „Resilienz – wie fördere ich die psychische Widerstandskraft meines Kindes“ statt.
  2. Thementage und Austauschabende
    Die Thementage und Austauschabende verfolgen das Ziel, den Austausch zwischen Pflegeund Adoptiveltern, zu Themen die ihren Alltag als Familie betreffen, zu fördern.
  3. Familientage
    Einmal jährlich organisiert der Pflegefamiliendienst einen Familientag, zu dem die Pflegefamilien (Pflegeeltern, leibliche und Pflegekinder) eingeladen werden. Der Familientag dient dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch zwischen den Eltern und den Kindern.

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