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Arbeitsdruck für das Pflegepersonal – Erhöhung der Mittel des Fonds für den Pflegesektor


Es gilt das gesprochene Wort!

04.12.2019

67 Frage und Antwort zum Arbeitsdruck für das Pflegepersonal – Erhöhung der Mittel des Fonds für den Pflegesektor

Die vom Föderalstaat zur Verfügung gestellten Mittel dienen im Rahmen des „Fonds blouses blanches“ dazu, die Arbeitslast in der Pflege zu reduzieren. Diese Maßnahme zielt im Übrigen auf das gesamte Pflegepersonal und nicht nur auf die Krankenpfleger ab.

Insbesondere durch die Einstellung von zusätzlichem Personal soll der Pflegebereich entlastet werden. Allerdings wird auch in den föderal finanzierten Einrichtungen festgestellt, dass es sehr schwierig sein wird, geeignetes Personal zu finden.

Die Mittel sollen voraussichtlich dazu genutzt werden, weiteres Personal anzuwerben, zum Beispiel im Logistik- oder Verwaltungsbereich, um zur weiteren Entlastung in der Pflege beitragen. Auch soll das aktuelle Personal fortgebildet werden. Hiervon werden auch unsere Krankenhäuser betroffen sein.

Der Verteilungsschlüssel soll wie folgt aussehen: Die 400 Millionen Euro werden durch die Anzahl betroffener Personalmitglieder in den Einrichtungen in ganz Belgien geteilt. Im Anschluss wird dies mit der Anzahl Personalmitglieder multipliziert, die in den einzelnen Einrichtungen davon betroffen sind. Berücksichtigt werden alle vom Föderalstaat finanzierten Bereiche, d.h. zum Beispiel auch die häusliche Krankenpflege.

Nach Rücksprache mit dem FÖD Volksgesundheit, besser gesagt mit dem Dienst Krankenhausbuchhaltung, wurde bestätigt, dass der Grundbau der Ausrichtung zwar stehe, aber die konkrete Umsetzungsmethodik noch nicht vollständig ausgereift sei.

Das Gesetz sei ja erst am 21. November von der Kammer verabschiedet worden.

In den Wohn- und Pflegezentren haben wir mit der neuen Gesetzgebung die Finanzierungsgrundlage verbessert.

Zum Beispiel wird bei einer 97 prozentigen Belegung 100% des Zuschusses gezahlt.

Die Krankenhausaufenthalte der Bewohner, werden zudem, im Gegensatz zur vorherigen LIKIV-Regelung, fortgezahlt.

Im kommenden Jahr wird es im Schnitt eine Steigerung der Zuschüsse um 6% geben.

Die Mittel, die aus diesen Maßnahmen resultieren, können dazu genutzt werden, mehr Personal einzustellen. Es ist ohnehin so, dass einige WPZS in der Regel mehr Personal beschäftigen, als die aktuellen Normen es vorsehen.

2020 werden wir auch in Zusammenarbeit mit den Wohn- und Pflegezentren die Personalnormen neu definieren. Es sollen Mindestnormen definiert werden.

Darüber hinaus können die WPZS andere Berufsgruppen einstellen – vorausgesetzt sie passen ins Begleitkonzept des WPZS. Die Qualität der Pflege und der Begleitung muss jedoch dabei garantiert sein und bleiben.

Es stimmt, dass die Regierung die Gehälter in der Pflege erhöht hat. In den nächsten Jahren wird der Mindestlohn in der Pflege 11,25€ betragen. Das ist belgienweit der höchste Wert. Mehr Geld allein sorgt allerdings nicht für die nachhaltige Zufriedenheit des Pflegepersonals.

Für mich bleibt es ein erklärtes Ziel, dass wir den Arbeitsdruck in der Pflege auf möglichst viele Schulter verteilen.

Die Pflicht der Arbeitgeber ist es, attraktive Arbeitsbedingungen und ein gutes Klima am Arbeitsplatz zu schaffen und zu gewährleisten.

Ich möchte an dieser Stelle allerdings erwähnen, dass der neu eingesetzte Bürgerrat die Aufwertung der Pflegekräfte als Thema gewählt hat. Ich bin daher gespannt, welche Ideen die Bürger vorbringen werden.

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