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Die lokoregionalen Krankenhausnetze


Es gilt das gesprochene Wort!

04.12.2019

64 Frage und Antwort zu den lokoregionalen Krankenhausnetzen

Zunächst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich bereits mehrfach in der Presse auf die Thematik der Krankenhausnetzwerke eingegangen bin.

Innerhalb beider Netzwerke gibt es Vor- und Nachteile. Das CHU-Netzwerk ist breiter aufgestellt. Jedoch besteht die Gefahr, dass die beiden deutschsprachigen Kliniken darin untergehen würden. Die Krankenhäuser in Verviers und Malmedy bieten nämlich ähnliche Leistungen wie die Krankenhäuser in Eupen und St.Vith an.

Das CHC-Netzwerk weist eine kleinere Patientenzahl auf, allerdings können sich die beiden Krankenhäuser der DG darin besser behaupten. Durch die Entscheidung der Malmedyer Klinik, einem anderen Netzwerk beizutreten, entsteht zwischen den Krankenhäusern in Malmedy und St.Vith eine stärkere Konkurrenz.

So oder so hängt alles von der Verhandlungsführung und den Absprachen zwischen den beiden Krankenhäusern ab. Daher wiederhole ich, dass es wichtig ist, dass die beiden Häuser der DG mit einer Stimme sprechen.

Das war bisher leider nicht der Fall, was die Regierung bedauert, aber nicht anstelle der Verwaltungsräte entscheiden darf. In der Verantwortung stehen allen voran die neun Gemeinden.

Wenn wir beide Standorte in Ostbelgien absichern und das Angebot in Eupen und St.Vith ausbauen wollen, dann ist es wichtig, die Kräfte zu bündeln.

Um das zu erreichen, sollte man die Verwaltungsräte, die Verwaltungen der beiden Häuser, sprich die Direktion und die medizinische sowie die pflegerische Leitung, zusammenlegen.

Es geht nicht darum, Dienste zu schließen oder das Personal zu entlassen bzw. es an einem anderen Standort einzusetzen.

Anfang 2020 sollen die Netzwerke in der Wallonie und in der DG durch die beiden Regierungen anerkannt werden. Sie bereiten aktuell ihren Antrag vor. Die Krankenhäuser sollten die Zeit nutzen und die Köpfe zusammenstecken.

Im Moment sind es zwei Köpfe, die in einem Hemd stecken, aber in unterschiedliche Richtungen ziehen. Am Ende könnte das Hemd reißen. Das sollte man vermeiden. Es geht um die Gesundheitsversorgung aller Ostbelgier von Kelmis bis Ouren und um die Beschäftigten in den Häusern.

Die Ergebnisse unserer Studie werden in Kürze vorliegen. Danach wird die Regierung auf die Verantwortlichen zugehen und die Ergebnisse gemeinsam analysieren.

Die Zukunft der Krankenhäuser hängt allerdings auch von anderen Elementen ab. Denn auf föderaler Ebene wird mit Abänderungen der Programmierungsnormen gerechnet. Informationen zu diesen erwarteten Abänderungen liegen derzeit keine vor, da es bekanntlich noch keine neue Regierung gibt.

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