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Beratungsportal der DG zum Thema Missbrauch


Es gilt das gesprochene Wort!

04.12.2019

63 Frage und Antwort zum Beratungsportal der DG für Missbrauch

Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist ein ernstzunehmendes Thema in unserer Gesellschaft und die Regierung unternimmt seit Jahren gemeinsam mit den Feldakteuren Anstrengungen, um Kinder und Jugendlichen zu helfen sowie Dienste zu schulen und zu informieren.

Ich kann dem Ausschuss gerne in drei Schritten erklären, wie Sie das Familienportal nutzen. Die Hilfsanbieter, Adressen, Kontakte usw. der Dienste, die im Falle von sexueller Gewalt kontaktiert werden können, sind wie folgt zu finden:

  • Schritt 1: Familienportal → Verschiedene Lebenslagen
  • Schritt 2: Sexueller Missbrauch
  • Schritt 3: rechts wird als Hauptansprechpartner der Jugendhilfedienst aufgeführt und unter „alle anzeigen“ die anderen, im Fließtext genannten Dienste.

Aktuell denken wir aber in der Tat über ein Portal für Kinder und Jugendliche nach. Wir stehen bzgl. dieses Projekts und auch zur Schaffung einer Art Kinderrechtsrates mit den Kollegen aus Luxemburg in Kontakt.

Was die Informationen in anderen Sprachen betrifft, bieten die Dienste des Ministeriums auf Anfrage Informationen auf Französisch an. Allerdings ist nicht geplant, sämtliche Inhalte der Webauftritte der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf Französisch oder in anderen Sprachen zur Verfügung zu stellen. Der damit verbundene Aufwand und die enormen Kosten für die Aktualisierung der Inhalte in den jeweiligen Sprachen stehen nicht im Verhältnis zum Nutzen.

Informationsportale sind heutzutage natürlich sehr wichtig.

Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche sich persönlich mit ihren Sorgen und Nöten an Bezugspersonen wenden können.

Außerdem gilt es deren Kompetenz, „Nein“ sagen zu können zu stärken.

Um dies zu ermöglichen, wurde die „Arbeitsgruppe Leuchtturm“ auf Grundlage des Lanzaroteabkommens von 2007 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche vor
sexueller Gewalt zu schützen. Hierzu sollen Kinder und Jugendliche informiert, Fachkräfte geschult und die Öffentlichkeit sensibilisiert werden.

Die Arbeitsgruppe (AG), bestehend aus Vertretern verschiedener ostbelgischer psychosozialer Dienste (u.a. Kaleido, BTZ, Prisma, Jugendhilfedienst, Opferbetreuungsdienst der Polizeizonen usw., s. unten1), hat jeweils einen Leitfaden für Lehrpersonen, Fachkräfte und Jugendgruppenleiter (Animatoren) bzw. Tagesmütter in Form von Flyern erstellt (s. Anlage). Zudem organisiert die AG jährlich eine Weiterbildung für Jugendanimatoren und Jugendeinrichtungen. Diese können sich zudem jederzeit von den Mitgliedern der AG im
Einzelfall beraten lassen.

Außerdem wurde im Oktober den Kindern der 5. und 6. Primarschuljahre durch den Verein «Zartbitter“ aus Köln ein Theaterstück vorgeführt. Ziel des Stücks ist es, Kinder zu stärken und dazu zu befähigen, „Nein“ zu sagen.

Ebenfalls wird derzeit gemeinsam mit der Autonomen Hochschule (AHS) ein Modul zur Schulung angehender Primarschullehrer ausgearbeitet.

Weitere Informationen können Sie der aktuellen Fibel entnehmen.

Beim Thema sexueller Missbrauch von Kindern müssen wir sehr achtsam sein und die Anzeichen richtig deuten.

Die meisten Opfer von Missbrauch – ob Kinder oder Erwachsene – schweigen. Je größer die Nähe, je intimer ein Verhältnis zum Täter ist, umso größer ist die Gefahr, dass das Opfer den Übergriff aus Scham oder aus Angst vor den Folgen verschweigen.

1 Kaleido, Teilzeitunterricht, ZFP, Jugendhilfedienst, Pflegefamiliendienst, Opferbeistand der Polzeizonen, Prisma, Mosaik Zentrum.

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