Parlament

Fehlbildungen bei Neugeborenen


Es gilt das gesprochene Wort!

02.10.2019

20 Frage und Antwort zu den Fehlbildungen bei Neugeborenen

Nach Rücksprache mit den hiesigen Krankenhäusern und Kaleido Ostbelgien kann ich mitteilen, dass in der Deutschsprachigen Gemeinschaft keine gravierenden Fälle an Fehlbildungen bei Neugeborenen festgestellt worden sind. Bei Geburten kommen jedoch manchmal Syndaktylien (angeborene Verwachsung der Gliedmaßen) und Klumpfüße vor. Diese treten aber selten auf, werden daher nicht statistisch erfasst.

In der Wallonischen Region gab es im Jahr 2017 35.549 Geburten, davon waren
4 Neugeborene von einer Fehlbildung der Gliedmaßen betroffen.

2018 gab es in der Deutschsprachigen Gemeinschaft insgesamt 828 Geburten.

Allerdings existieren hier auch keine statistischen Erhebungen zu den Fehlbildungen bei Neugeborenen.

Allerdings werden wir die Lage durch das LAP-Projekt „Gesundheitsberichterstattung“ verbessern. Hierbei handelt es sich um eine schriftliche Analyse mit statistischen Erhebungen zur Gesundheit der Bürger und den Gesundheitsstrukturen Ostbelgiens.

Auf Grundlage dessen möchten wir ein Bild zur ostbelgischen Gesundheitsversorgung erhalten und dort Verbesserungen vornehmen, wo welche nötig sind. Das Projekt wurde bereits in die Wege geleitet und wird bis 2021 andauern. Die Berichtserstattung selbst soll alle 3-5 Jahre wiederholt werden.

Zudem ist es wichtig zu erwähnen, dass es im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge verschiedene Früherkennungsmaßnahmen von möglichen Fehlbildungen gibt.

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet Frauen während der Schwangerschaft mindestens drei Ultraschalluntersuchungen an, die vergütet werden.

Durch diese Untersuchungen werden Fehlbildungen (der Gliedmaßen) oftmals schon vor der Geburt erkannt. Schwerwiegende Fehlbildungen beim Embryo/Fötus führen meist zu einem vorzeitigen Abbruch der Schwangerschaft bzw. zu Fehlgeburten.

Angeborene Fehlbildungen der oberen Extremitäten, vor allem der Hände, entstehen meistens spontan durch eine Veränderung des Erbmaterials. Derlei spontan entstandene Fehlbildungen beschränken sich zumeist auf eine Hand und betreffen keine weiteren Organe.

Ursachen für eine Verformung der Hände können aber auch toxische Einflüsse während der Schwangerschaft sein, etwa Alkohol, Nikotin oder Medikamente in der sensiblen Embryonalphase.

In besonders schweren Fällen (selten) sind die Fehlbildungen der Hände Teil eines komplexen Syndroms, das hauptsächlich andere Organsysteme wie das Herz, die Lunge oder die Wirbelsäule betrifft und diese in ihrer Funktionalität stört und einschränkt.

Es ist folglich sehr wichtig, dass die Früherkennung und die Schwangerschaftsvorsorge in Ostbelgien unterstützt und gewährleistet wird.

Die Gesundheitsprävention nimmt wegen der möglichen toxischen Einflüsse auch eine zunehmend wichtigere Rolle ein und soll unterstützt werden.

Die Kontakte zum In- und Ausland stellen zudem, bei früherkannten Fehlbildungen, eine wichtige Ressource dar. Da allerdings, nach derzeitigem Kenntnisstand, in der DG keinerlei Fehlbildungen vorliegen und die zuständigen Stellen bisher keine Angaben zu der Entstehung der Fehlbildungen machen können, sehen wir gegenwärtig von einer Kontaktaufnahme ab.

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