Reden

Ruth Driessen geht in den Ruhestand!


Es gilt das gesprochene Wort!

Ansprache Verabschiedung Ruth Driessen in den Ruhestand

Sehr geehrte Frau Geschäftsführerin, sehr geehrte Damen und Herren

bald ist es endlich so weit. Nach über 37 Jahren im aktiven Berufsleben können Sie sich am Ende des Monats in den Ruhestand verabschieden. Damit beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass er genau so abwechslungsreich und spannend sein wird, wie Ihre langjährige Tätigkeit bei Prisma.

Ihre Kollegen kennen Sie als eine souveräne, verlässliche und engagierte Beraterin und Geschäftsführerin. Vor allem aber kennt man Sie als eine hartnäckige Kämpferin für die Rechte der Frauen. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten haben Sie sich kontinuierlich für Frauen eingesetzt, die Opfer von Gewalt oder Diskriminierung wurden. Durch Sie sind viele Frauen zu ihrem Recht gekommen. Sie haben einen langen Atem bewiesen und waren für alle Beteiligten wie ein Fels in der Brandung.

Sie haben sich für Frauen ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Kultur eingesetzt und stark gemacht. Sie haben sich im Laufe Ihrer Karriere vieler Schicksale angenommen und versucht dort zu helfen, wo Frauen in Not waren. Ohne Sie wäre Prisma nicht das, was es heute ist.

Für Ihre Kollegen bedeutet Ihr Abschied ein spürbarer Einschnitt. Die Lücke, die Sie hinterlassen, wird gewaltig sein, auch wenn Sie selbst das in Ihrer gewohnten Bescheidenheit nicht sagen würden. Nach über 35 Jahren Tätigkeit gehören Sie schon fast zum Inventar.

Frau Geschäftsführerin, jedes Ende ist gleichzeitig ein Neuanfang. Und vielleicht denken Sie, dass ab jetzt das große Faulenzen anfängt. Doch alle hier Anwesenden wissen, dass gerade die Rentner heutzutage diejenigen sind, die nie Zeit haben. Sie sind oft auf Achse, gehen gezielt ihren Hobbys nach und beteiligen sich aktiv am gesellschaftlichen Leben.
Sie bekommen nun die Möglichkeit, einen neuen roten Faden durch Ihr Leben zu ziehen. Sie können sich nun ausgiebig der Handarbeit widmen – denn wie mir zu Ohren gekommen ist, sind Sie eine begnadete Sockenstrickerin. Außerdem haben Sie in all den Jahren die Menschen in Ihrem Umfeld mit Ihrer Backkunst verwöhnt. Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere sich sehr darüber freuen wird, wenn Sie sie auch weiterhin ab und an damit versorgen.

Werte Frau Geschäftsführerin, „wer eine Arbeit hinter sich hat, sollte eine Aufgabe vor sich haben.“

Das sagte mal der bekannte Leiter des Hamburger Forschungsinstituts für Zukunftsfragen, Horst Opaschowski. Bei Ihnen mache ich mir aber keine Sorgen. Sie können sich jetzt für die Dinge und Menschen Zeit nehmen, die Sie lieben. Sie können sich Ihre Träume und Wünsche erfüllen und sich auf Ihre Bedürfnisse konzentrieren.

Zudem möchte ich die Gelegenheit nutzen, Ihrer Nachfolgerin, Frau Jacqueline Stich, alles Gute für ihre neue Position zu wünschen. Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird die Prisma VoG auch in Zukunft unterstützen. Als zuständiger Minister möchte ich Ihnen versichern, dass ich weiterhin ein offenes Ohr haben werde.

Zum Schluss, sehr geehrte Frau Geschäftsführerin, möchte ich die Gelegenheit nutzen, Ihnen für Ihren langjährigen Einsatz und für die professionelle und engagierte Arbeit für den Schutz und der Rechte von Frauen zu danken. Danke im Namen all der Menschen, denen Sie geholfen haben. Danke im Namen Ihrer Kollegen. Und auch ein „Danke“ von mir.

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