Reden / Reden & Parlament

Ausstellung „Gefühlswelten“ von Béatrice Jongen


Es gilt das gesprochene Wort!

Rede Vernissage Béatrice Jongen (129.3 KiB)

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, dass ich die Ehre habe, die heutige Vernissage zu eröffnen und zur Begrüßung einige Worte an Sie zu richten. Dass Sie sich so zahlreich an einem Sonntagmorgen hier eingefunden haben, freut mich dabei umso mehr.

Ich persönlich lernte Frau Jongen vor rund vier Jahr kennen, als sie mit einem verwaltungstechnischen Problem an mich heran trat. Im Gepäck hatte sie jedoch nicht nur dieses Problem, sondern auch ein eigenes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann.

Während wir ins Gespräch kamen und ich das Buch durchblätterte, blieb mein Blick an einer Skulptur hängen. Wie der Zufall es so wollte, hatte genau diese Skulptur lange Zeit im Restaurant meines Vaters gestanden und war mir daher bestens vertraut.

Ich bat Frau Jongen an, in unseren Räumlichkeiten eine Ausstellung zu organisieren. Und dies taten wir 2016.

Obschon ich ein kleiner Kunstbanause bin, habe ich recht schnell erkannt dass die Malereien von Béatrice etwas Besonderes sind. Hier ist nicht bloß jemand mit dem Pinsel auf eine Leinwand losgegangen. Hier war jemand am Werk, der eine Vision hat, der gewisse Gefühle hat, und sich davon beim Malen und Gestalten hat leiten lassen. Und zwar ganz ohne stilistische oder technische Zwänge.

Ich bin sicher, dass einige von Ihnen die Arbeiten von Béatrice Jongen bereits kennen und der ein oder andere vielleicht sogar einen echten „Jongen“ in seinem Wohnzimmer hängen hat. Und Sie wissen daher, dass die Bilder nicht einer bestimmten künstlerischen Stilrichtung folgen. Die Werke zeichnen sich durch eine ungeheure Vielfältigkeit aus. Sei es in den Farben, Materialen oder Formaten. Kein Bild ist wie das andere und ich jedem lässt sich etwas anderes sehen, erkennen und lesen.

Doch das ist bei Weitem nicht das, was mich an Frau Jongen und ihren Arbeiten am meisten beeindruckt.

Seit jeher legen wir bei der Gestaltung der Politik für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung großen Wert auf die Förderung eines selbstbestimmten Lebens. Alter, Krankheit oder Behinderung sollen die Menschen nicht davon abhalten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Während viele aufgrund einer Erkrankung oder Beeinträchtigung in Lethargie verfallen und den Kopf in den Sand stecken, hat sich Béatrice Jongen von ihrer Diagnose nicht abschrecken lassen. Sie hat zum Pinsel gegriffen und all ihre Erfahrungen, Rückschläge, Ängste und Gefühle als Quelle der Inspiration genutzt.

Sie hat sich nicht von dem oft grauen und tristen Alltag gefangen halten lassen, sondern hat Farbe in ihr Leben gebracht. Gerade in Anbetracht ihrer Krankheitsgeschichte ist das eine bemerkenswerte Einstellung. Und die Bilder, die wir heute zu sehen bekommen, sind dafür das ideale Zeugnis.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

wenn ein Politiker das Wort ergreift befürchtet man oft lange und ausschweifende Reden. Ich wollte mit diesem Vorurteil brechen und habe Sie hoffentlich nicht zu lange auf die Folter gespannt. Bevor allerdings nun die Ausstellung offiziell eröffnet wird, übergebe ich das Wort an Frau Jongen, die selbst noch kurz einige Worte an Sie richten wird.

Ich wünsche Ihnen vorab einen schönen Vormittag, eine bereichernde Ausstellung und einen fruchtbaren Austausch.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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