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Geriatrie im St. Vither Krankenhaus


Es gilt das gesprochene Wort!

10.04.2019

01 Frage Und Antwort Geriatrie (307.0 KiB)

Wie an dieser Stelle bereits des Öfteren bekräftigt, sind die beiden Krankenhausstandorte in Eupen und Sankt Vith ungemein wichtig für die Deutschsprachige Gemeinschaft. Dabei ist mir unter anderem der Ausbau im Süden eine Herzensangelegenheit.

Die Geriatrie stellt sicherlich eine ganz besondere Herausforderung für die Zukunft dar. Jedoch besteht weiterhin das Moratorium auf Krankenhausbetten, welches von Magie De Block eingeführt wurde. Dieses endet erst mit der Einsetzung des neuen Föderalparlaments nach den anstehenden Wahlen vom 26. Mai dieses Jahres.

Da die Klinik in Malmedy bereits über eine Geriatrie verfügt, ist es gerechtfertigt, dass diese auch modernisiert wurde.

Das St. Nikolaus Hospital in Eupen, das ebenfalls eine Geriatrie betreibt, hat einen Zuschuss von der Regierung der DG erhalten, um die Geriatrie neuzubauen. Laut Direktor des Krankenhauses ist diese Anfang 2020 betriebsbereit.

In Hinblick auf das Ende des Moratoriums habe ich mehrfach – zuletzt am 5. April dieses Jahres – bei Ministerin De Block interveniert, um erneut auf die Bedarfe der beiden Krankenhäuser aufmerksam zu machen.

In Erwartung der neuen Bettenprogrammierung habe ich außerdem eine Arbeitsgruppe mit den beiden Vertretern der ostbelgischen Krankenhäuser ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe soll die Bedarfe in der Deutschsprachigen Gemeinschaft genauer definieren und bereits jetzt ein Antragsdossier an die neue Föderalregierung vorbereiten.

Wir wollen und werden dazu bereit sein, den Forderungen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Gehör zu verschaffen! Schon jetzt ist ein Treffen mit den Vertretern des „Föderalen Dienstes Gesundheit“ für den kommenden Herbst geplant. Bei diesem Treffen sollen schwerpunktmäßig die Bedarfe der beiden ostbelgischen Krankenhäuser erläutert werden. Sie sehen also werter Kollege, dass die Regierung in dieser Angelegenheit keineswegs untätig geblieben ist, sondern die Forderungen der ostbelgischen Bevölkerung mit Weitsicht in die Überlegungen aufnimmt.

Und eben mit dieser Weitsicht habe ich es den Krankenhäusern ermöglicht, anhand des am 13. Dezember 2018 verabschiedeten Dekrets über die Angebote für Senioren und Personen

mit Unterstützungsbedarf sowie über die Palliativpflege (kurz: Seniorendekret), bereits jetzt Pilotprojekte in den Bereichen „Kurzaufenthalte mit Schwerpunkt auf Rehabilitation“ und „Tagespflege mit Schwerpunkt auf Rehabilitation“ zu starten. Selbst wenn wir nicht, wie

erhofft, in den Gesprächen auf föderaler Ebene zeitnah zu den erhofften Zielen kommen, ermöglicht das vom Parlament verabschiedete Dekret die Anerkennung und Finanzierung dieser neuen Angebote.

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