Reden / Reden & Parlament

Lichterzüge in Eupen und Sankt Vith


Es gilt das gesprochene Wort!

Rede Minister Antoniadis Lichterzüge (213.8 KiB)

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine Freude, Sie heute Abend zum Abschluss des Lichterzuges begrüßen zu dürfen.

Wie den meisten unter Ihnen sicherlich nicht entgangen ist, war die Presse während der vergangenen Wochen und Monat übersät mit Berichten über ein einziges Thema: der sich immer mehr in unsere Gesellschaft einschleichende Fremdenhass.

Es gibt viele Beispiele:

Die Ausschreitungen in Chemnitz, bei denen rechtsextreme Gruppen tagelang für Krawalle sorgten.

Die Vorfälle der flämischen Jugendorganisation „Schild en Vrienden“, die in Chats rassistische und sexistische Beiträge austauschte.

Die Anfeindungen gegenüber der Fernsehmoderatorin der RTBF aufgrund ihrer Hautfarbe.

Das Erstarken rechtspopulistischer Parteien in mehreren Europäischen Ländern (zB: AFD).

Nach all diesen besorgniserregenden Schlagzeilen sollte man meinen, dass sich der Fremdenhass in diesem Sommer zu einem rasanten Lauffeuer ausgebreitet hat. Ein Lauffeuer, dass zweifelsohne schon lange im Verborgenen loderte und nun immer häufiger entfacht wird.

Werte Anwesende,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen ein Zitat des irisch-britischen Schriftstellers, Staatsphilosophen und Politikers Edmund Burke vorlesen. Dieser sagte einst:

„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen“

Demnach ist es wohl allerhöchste Zeit, etwas zu unternehmen und ein klares Zeichen gegen den Fremdenhass und für die Nächstenliebe zu setzen.

Dies haben die Freunde von Muramba bereits vor einigen Jahren erkannt. Ich kann mich noch zu gut daran erinnern, als Herr Heck 2016 voller Elan mit seiner Idee an mich heran trat, einen jährlichen Fackelzug zu organisieren. Dabei ist der Funke gleich auf mich über gesprungen und so freut es mich ganz besonders, dass der Lichterzug in diesem Jahr bereits zum dritten Male mit der Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft stattfindet.

Unter dem Motto „Jeder bringt sein Licht in die Welt“ ist hier heute Abend im wahrsten Sinne des Wortes ein Lauffeuer der Solidarität entstanden, dass sich dem der Fremdenfeindlichkeit klar entgegensetzt.

Besonders lobenswert finde ich zudem, dass der Lichterzug es in diesem Jahr auch übers Venn bis nach Sankt Vith geschafft hat.

Auf diese Weise haben wir es geschafft, aus einem Lichterzug der Mitmenschlickeit einen ganzen Flächenbrand der Solidarität in Ostbelgien zu entfachen.

Bevor ich meinen Redebeitrag nun beende und dem Chor das Wort beziehungsweise den Gesang überlasse, möchte ich ihnen noch ein weiteres Zitat mit auf den Weg geben. Es lautet:

„Finsternis kann keine Finsternis vertreiben.

Das gelingt nur dem Licht.

Hass kann den Hass nicht austreiben.

Das gelingt nur der Liebe.“

Mit diesen Worten von Martin Luther King wünsche ich ihnen allen noch einen schönen Abend und bedanke mich bei allen Anwesenden für ihre Teilnahme und bei den Verantwortlichen für die vorbildhafte Organisation.

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