Reden / Reden & Parlament

Grundsteinlegung St. Nikolaus-Hospital (Gebäude Z)


Es gilt das gesprochene Wort!

28.08.2018

Rede Minister Antoniaidis Grundsteinlegung Gebäude Z (166.0 KiB)

„Es ist nicht genug zu wissen- man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen- man muss auch tun“

Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Worte stammen von einem der bekanntesten deutschen Dichter. Er wurde heute vor genau 269 Jahren in Frankfurt am Main geboren. Zu seinen berühmtesten Werken zählen der Erlkönig und Faust. Gemeint ist Johann Wolfgang von Goethe.

Und auch wenn es schon ein Weilchen her ist, als er diese klugen Worte zu Papier brachte – an Wahrheitsgehalt haben sie bis heute nichts eingebüßt.

Die Verantwortlichen des Krankenhauses wussten zweifelsohne, dass die Unterbringung der Geriatrie in den Containern keine dauerhafte Lösung sein konnte. Wir alle wussten, dass sich das Eupener Krankenhaus infrastrukturell neu aufstellen musste. Wir alle wollten, dass sich an der bisherigen Situation etwas ändert.

Wissen und Willen sind also vorhanden. Und da wo ein Wille ist, muss auch ein Weg sein. Oder, um es mit Goethe zu halten, muss angewandt und getan werden!

Dem haben wir Folge geleistet!

Als Gesundheitsminister freut es mich ganz besonders, dass das Wissen und der Wille nun endlich Anwendung finden und wir gemeinsam zur Tat schreiten.

Wir alle können uns heute davon überzeugen, dass die Arbeiten am Neubau Z in vollem Gange sind.

Mit diesem Bau wappnet sich das Eupener Krankenhaus für die zukünftigen Herausforderungen.

Denn mit der Unterbringung der Geriatrie und der Reha-Abteilung wird das Gebäude die Dienste beinhalten, die im Zuge des demografischen Wandels von zunehmender Bedeutung sind. Nicht ohne Grund visieren wir die Bettenerhöhung von 24 Geriatriebetten auf 32 sowie die Einrichtung einer geriatrischen Tagesklinik an. Mit diesen Maßnahmen wollen wir einem zunehmenden Bedarf unserer Senioren nachkommen.

Wir gehen jedoch noch einen ganzen Schritt weiter. Denn hier werden in Zukunft auch die Blutbank und die Bereitschaftsdienste der Hausärzte ihren Platz finden. Auf diese Weise wird eine direkte Nähe zur Notaufnahme geschaffen, was sicherlich nur als Vorteil gewertet werden kann.

Sie hören und sehen: es tut sich einiges!

Doch dies ist auch bitter nötig. Denn wenn wir die beiden Krankenhausstandorte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft langfristig festigen wollen, dann dürfen wir nicht auf der Stelle treten, sondern müssen gleich einen Fuß hinter den anderen setzen.

Auch wenn wir als Regierung nicht direkt zuständig sind, so sind wir dennoch betroffen. Das betone ich seit meinem Amtsantritt in 2014 immer wieder. Die Sicherung unserer beiden Krankenhausstandorte war und ist eine absolute Priorität der Regierung. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Denn die beiden Häuser decken einen Großteil der medizinischen Grundversorgung der Ostbelgier ab und gehören darüber hinaus auch zu den größten und wichtigsten Arbeitgebern in Ostbelgien. Ich wage daher zu behaupten, für die Bevölkerung sind sie absolut überlebenswichtig.

Angesichts der einschneidenden föderalen Gesundheitsreform, die insbesondere auch den Krankenhaussektor hart treffen, ist der Weg sicherlich ein Stück weit beschwerlicher geworden. Als Regierung ist es aber unser Ziel, die Krankenhäuser auf diesem langen Weg in eine gesicherte Zukunft zu begleiten und sie dabei bestmöglich zu unterstützen.

Die heutige Grundsteinlegung markiert dabei eine weitere wichtige Etappe. Für diese gewährt die Regierung dem Sankt-Nikolaus-Hospital einen finanziellen Zuschuss von rund 6,5 Millionen Euro. Damit trägt die Gemeinschaft 80 Prozent der Baukosten und übernimmt somit erstmals einen Anteil in dieser Größenordnung.

Denn nachdem wir nun komplett für die Finanzierung der Krankenhausbauten zuständig sind, ist es uns endlich möglich solche Projekte anzupacken und noch einfacher und bedarfsorientierter zu handeln.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das hier investierte Geld an der richtigen Stelle angelegt wird.

Eingangs sprach ich von Goethe, dem heutigen Geburtstagskind. Von ihm stammen auch die Worte:

„Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“

Demnach lässt sich der hier entstehende Bau durchaus als Herzenssache bezeichnen.

In diesem Sinne möchte ich den Verantwortlichen alles Gute wünschen und den Bauarbeitern weiterhin frohes Schaffen!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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