Artikel & Pressemitteilungen / Pressemitteilungen

Kampfansage gegen Antibiotikaresistenzen


06. Juli 2018

Kampfansage Gegen Antibiotikaresitenzen (111.8 KiB)

In regelmäßigen Treffen finden die belgischen Gesundheitsminister zu einer Interministeriellen Konferenz des Gesundheitswesens zusammen. Einer der Schwerpunkt der vergangenen Sitzung am Montag war die sich verstärkende Problematik rund um Antibiotikaresistenzen (AMR- Antimicrobial Resistance).

Von einer antimikrobiellen Resistenz ist die Rede wenn ein Mikroorganismus gegenüber einem antimikrobiellen Arzneimittel unempfindlich ist -Kurz gesagt: Ein Antibiotikum wirkt nicht mehr.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO stellen eben diese antibiotikaresistenten Bakterien und Mikroorganismen eine der größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit dar. Denn ohne wirksame antimikrobielle Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen werden medizinische Verfahren wie Organtransplantationen, Krebs-Chemotherapie und größere chirurgische Eingriffe wie beispielsweise ein Kaiserschnitt oder ein Hüftersatz sehr risikoreich.

Schätzungen zufolge sterben bereits jetzt allein in den Ländern der Europäischen Union jährlich zirka 25.000 Menschen an schweren Infektionen mit resistenten Bakterien.

Grund für die zunehmenden genetischen Veränderungen ist in vielen Fällen die unsachgemäße Einnahme. So wird die Verabreichung von Antibiotika für Menschen und Tiere sehr häufig überstrapaziert oder gar routinemäßig eingenommen.

Vor diesem besorgniserregenden Hintergrund haben die Vereinten Nationen ihre Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen zu ergreifen und nationale Aktionspläne unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Gesundheitswesens, der Landwirtschaft und der Umwelt zu erarbeiten.

Diesem Aufruf hat die Interministerielle Konferenz Gesundheit Folge geleistet und kürzlich den Vorschlag verabschiedet, eine spezifische Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die sich mit der Erarbeitung von Lösungsansätzen befassen wird. In einer Mitteilung betonte Gesundheitsminister Antoniadis, er unterstützte diese Initiative und erachte die regelmäßig stattfindenden Konferenzen als wichtige Gelegenheiten dazu, sich mit seinen Kollegen aus dem Inland über brisante Themen auszutauschen.

Sensibilisierungsarbeit sei hier gefragter denn je. Nur wenn der Verbraucher ein Verantwortungsbewusstsein für den Medikamentenkonsum entwickele, könne man Antibiotikaresistenzen die Stirn bieten. In Ostbelgien arbeite man hierbei mit den Gesundheitsdienstleistern zusammen.

Für weitere Informationen


Pressereferent
Frederik Thelen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: frederik.thelen@dgov.be

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Tags: , ,
Schrift vergrößernSchrift verkleinernStandard