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Ostbelgien-Regelung


Es gilt das gesprochene Wort!

13.06.2018

04 Frage Und Antwort Ostbelgien-Regelung (337.3 KiB)

Auch wenn nicht die DG-Regierung, sondern das föderale Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (LIKIV) und die Krankenkassen über die Zukunft der Ostbelgien-Regelung (OBR) entscheiden, so setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass…

  1. Die OBR fortgeführt wird;
  2. Das Verfahren, zum Beispiel mittels einer Patientenkarte, vereinfacht wird;
  3. Die Rückerstattung von Medikamentenkosten eingeführt wird.

Das LIKIV und die Krankenkassen haben sich am 30. Mai in Eupen getroffen, um über die Auswertung der neuen Regelung auszutauschen.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft war Gastgeber und Teilnehmer an der Diskussion.

Die Auswertung kann wie folgt zusammengefasst werden:

Die OBR :

–        ermöglicht weiterhin einen vereinfachten Zugang zu deutschen Dienstleistern;

–        hat zu einer Steigerung der Aktivitäten des Eupener Sankt Nikolaus-Hospitals geführt. Dieses hat u.a. in Kelmis eine Poliklinik eröffnet, um die Zugänglichkeit zu erhöhen;

–        das Uniklinikum Aachen verzeichnet einen Rückgang um 40% der ambulanten und 50% der stationären Behandlung;

–        deckte innerhalb der 9 letzten Monate im Durchschnitt 453 Leistungen der stationären und ambulanten Betreuung ab. Ein großer Teil dieser Leistungen betrifft den psychiatrischen Bereich.

Ausgehend von dieser Auswertung wird eine Verlängerung der Regelung bis Ende 2019 angestrebt.

Dieser Vorschlag wird dem Kollegium der ärztlichen Direktoren des LIKIV in den kommenden Tagen zur Beschlussfassung vorgelegt.

Nichts deutet derzeit also darauf hin, dass die OBR nicht verlängert wird.

Was die anderen zwei Forderungen angeht, so werden die Gespräche fortgeführt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig, Angaben zu einem Zeitplan zu machen. Ich denke aber, dass es nach der Sommerpause weitere Fortschritte geben könnte.

Die Regierung wird aber weiterhin fordernde Partei bleiben und die Krankenkassen bei der Interessenvertretung der Patienten in Ostbelgien unterstützen.

Die OBR genauso wie die ZOAST, zu der derzeit Gespräche mit den beiden Krankenhäusern, dem CHC und dem UKA stattfinden, sind Teil einer nachhaltigen Gesundheitsversorgungslandschaft, die in Zukunft unser Gebiet prägen wird.

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