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Senioren-Olympiade – eine Idee für Ostbelgien ?


Es gilt das gesprochene Wort!

13.06.2018

02 Frage Und Antwort Senioren-Olympiade (299.4 KiB)

Alle Aktivitäten, die Senioren Spaß machen und die Teilhabe fördern, sind zu begrüßen. In einigen Seniorenheimen in Ostbelgien werden Sportarten wie Kegeln und Pétanque angeboten. Es wird Bingo gespielt, gemalt, im Chor gesungen, Theaterstücke werden aufgeführt und vieles mehr.

Wichtig ist, dass die Senioren das machen, was ihnen Spaß bereitet. Außerdem bedarf es Einrichtungen, die auf die Wünsche der Bewohner eingehen und für Abwechslung sorgen.

Ob eine Seniorenolympiade gewünscht ist, das müssen die Senioren selbst und die Einrichtungen beantworten. Ich werde deshalb meine Verwaltung damit beauftragen, in den 8 Einrichtungen nachzufragen. Sollte es der Fall sein, dann kann ich mir vorstellen, dass die Regierung die Träger und die Gemeinden bei der Ausrichtung unterstützen würde.

In solchen Aktivitäten sehe ich übrigens die Chance, Seniorenheime als offene Häuser zu etablieren und sie zu enttabuisieren. Denn immer noch werden Alten- und Pflegeheime sowie das Altern insgesamt bisweilen als etwas Negatives betrachtet. Mit derlei Vorurteilen müssen wir aufräumen.

Deshalb arbeite ich mit der Generationsbrücke Deutschland zusammen. Die Initiative fördert das Miteinander, bringt die Generationen zusammen und arbeitet an der Imagepflege der Einrichtungen.

In diesem Projekt besucht eine Schulklasse mindestens einmal pro Monat ein Seniorenheim. Jeder Schüler hat einen Bewohnerpartner. Gemeinsam werden viele Aktivitäten betrieben. Es gibt Bewegungsübungen, Spiele, es wird gemalt und gesungen.

– Dieses Projekt berührt die Seele, den Körper und den Geist gleichzeitig und beschränkt sich nicht nur auf den Sport.

– Es fördert das Verständnis für die Generationen, stärkt die Bindung zwischen Jung und Alt. Einander kennenlernen und voneinander lernen stehen im Vordergrund.

– Es bezieht mehrere Zielgruppen ein, nicht nur die Senioren. Schüler, Lehrer, das Heimpersonal, Ehrenamtliche und die Eltern werden angesprochen.

– Außerdem ist es keine Eintagsfliege. Dadurch, dass die Begegnungen mindestens monatlich stattfinden, ist es nachhaltig.

In Ostbelgien gibt es seit Kurzem auch eine Generationsbrücke. Gestartet haben wir mit dem Alten- und Pflegewohnheim Sankt Joseph in Eupen und mit der Oberstädter Grundschule.

Das Projekt verabschiedet sich diesen Monat in die Sommerpause.

Im Herbst werden wir es der Öffentlichkeit vorstellen. Mein Ziel ist es, dass die Generationsbrücke Ostbelgien nach Bedarf in allen Einrichtungen angeboten wird.

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