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Rede des Ministers Antoniadis anlässlich des Weltrotkreuztages


Es gilt das gesprochene Wort!

07.05.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

„In jedem Übel steckt auch der Keim des Guten“.

Dieser Gedanke muss wohl auch dem Schweizer Henry Dunant durch den Kopf gegangen sein, als er sich 1863 dazu entschloss, die Vorgängerorganisation des Roten Kreuzes zu gründen. Das Entsetzen über die unmenschlichen Schlachtfelder des Sardinischen Krieges steckten ihm tief in den Knochen.

Er wollte nicht länger einfach hilflos zuzusehen, sondern handeln.  Und das hat er getan – mit beachtlichem Erfolg – was ihn letzten Endes zum ersten Friedensnobelpreisträger machte. Morgen wäre er 190 Jahre alt geworden. Der 8. Mai steht seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch in seinem Zeichen und wird jährlich als Weltrotkreuztag begangen.

Der anfangs erwähnte Keim des Guten ist über die Jahre hinweg zu einer prächtigen Organisation herangewachsen, die überall in der Welt ihre Wurzeln geschlagen hat und aus unserer Landschaft nicht mehr wegzudenken ist.

Denn seit seiner Gründung hat das Rote Kreuz weltweit durch unterschiedlichste Hilfsprojekte und Kampagnen unzähligen Menschen geholfen. Bei all ihren Missionen ist die Rotkreuzfamilien sieben Grundsätzen verpflichtet: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

 

Werte Anwesende,

Henry Dunant selbst hat einst gesagt:

„Zivilisation bedeutet, sich gegenseitig zu helfen von Mensch zu Mensch, von Nation zu Nation“

Dieser Maxime folgt das Rote Kreuz bis heute. Denn hilfsbedürftigen Menschen kann nur dann geholfen werden, wenn es wiederum Menschen gibt, die sich selbstlos für diese einsetzen. Es sind die Zivilcourage und das Ehrenamt, die eine Organisation wie das Rote Kreuz überhaupt erst aufblühen lassen.

Das hat sich in den vielen Jahren nicht geändert. Das ist heute genauso wichtig wie vor 190 Jahren.

Denn auch in der heutigen Gesellschaft herrscht in vielerlei Hinsicht ein raues Klima. Immer noch leiden Menschen unter Hunger, Krieg und Katastrophen..

Und auch wenn es sich in Ostbelgien im Allgemeinen durchaus gut leben lässt, so gibt es auch hier Menschen, die sich in misslichen Lagen befinden und deren Leben alles andere als rosig verläuft.

Diese Menschen sind auf Unterstützung angewiesen .

Dabei spielt das Rote Kreuz mit seinen einzelnen Lokalsektionen eine eminente Rolle.

Ich denke hier beispielsweise an die Lebensmittelbanken, die Kleiderkammern, an die Zivil- und Katastrophenhilfe und an die Erste-Hilfe-Kurse. Ich denke an den Verleih von Krankenbetten, Rollstühlen und Krücken und selbstverständlich an den Sanitätsdienst und die zahlreichen Krankentransporte.

Doch in erster Linie denke ich an die tatkräftigen Ehrenamtlichen, die unverzichtbaren Unterstützer und an die engagierten Menschen, die diese breite Palette an Dienstleistungen erst möglich machen.

Der einstige Staatspräsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow, der ebenfalls Friedensnobelpreisträger ist, hat einst gesagt:

„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems. Ich habe mich für ersteres entschieden“

Werte Anwesende,

die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes haben sich ebenfalls für ersteres entschieden. Denn Sie sind es, die sich als Botschafter der Zivilcourage und der Mitmenschlichkeit im Sinne Dunants für das Wohl hilfsbedürftiger Menschen einsetzen. Sie haben sich bewusst dazu entschieden Teil der Lösung zu sein, um dazu beizutragen Probleme aus der Welt zu schaffen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei ihnen für ihre Menschlichkeit bedanken und denjenigen, die noch nicht mit an Bord sind, Mut machen, aufzuspringen und sich zu engagieren.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und noch einen schönen Montagnachmittag!

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