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Landungsmöglichkeiten von Rettungshubschraubern am Sankt-Nikolaus-Hospital Eupen


Es gilt das gesprochene Wort!

11.04.2018

01 Frage Und Antwort Landeplatz Rettungshubschrauber (316.7 KiB)

Zwei Rettungshubschrauber sind in der Deutschsprachige Gemeinschaft aktiv: der Rettungshubschrauber des CMH, der in Bra-sur-Lienne stationiert ist und der ADAC- Rettungshubschrauber aus Merzbrück.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass bei einem Noteinsatz anlässlich eines Unfalls zum Beispiel die Rettungshubschrauber im naheliegenden Umfeld des Einsatzortes überall landen können. Hier geht es vor allem um Schnelligkeit. Demnach könnte der Hubschrauber auch im Garten des Nachbarn landen, falls Platz vorhanden ist.

Anders ist die Situation allerdings beim Abtransport eines Patienten vom Unfallort zum Krankenhaus. Gemäß dem föderalen Rundschreiben GDF-02-P aus dem Jahr 2012 darf der Rettungshubschrauber in diesem Fall nur auf anerkannten Landeplätzen landen (Héliport), d.h. Orte, die die rechtlichen Mindestnormen der Sicherheit einhalten.

Diese Normen erfüllt keins der Krankenhäuser in Eupen, Sankt-Vith, Malmedy und sogar Verviers.

Der FÖD Mobilität hatte sich seit 2012 kulant gezeigt und auch krankenhausgebundene Standorte als mögliche Landeplätze aufgeführt.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit bemängelte im Jahr 2014 das fahrlässige Verhalten des FÖD Mobilität und zog diesen zur Rechenschaft. Die betroffenen Krankenhäuser wurden Ende 2014 vom FÖD Mobilität auf die striktere Auslegung des Rundschreibens hingewiesen.

Der FÖD gab allen betroffenen Einrichtungen 2 Jahre Zeit, um die nötigen Anpassungen vorzunehmen und eine Anerkennung zu beantragen.

In der Folge fanden mehrere Sitzungen zwischen der Stadt Eupen und dem Krankenhaus statt. Eine erste Versammlung fand im Norden am 5. Oktober 2015 zwischen Vertretern des CMH, dem Eupener Krankenhaus und der damals stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Niessen statt.

Die Gemeinde Eupen erkundigte sich vor Kurzem schriftlich beim SNH, ob dieses die Anerkennung eines Landeplatzes anstreben würde. Die Antwort steht noch aus.

Natürlich kann auch noch in Zukunft eine Anerkennung angestrebt werden. Hierzu müssen allerdings die Gemeinden und die beiden Krankenhausstandorte die nötigen Schritte

unternehmen. Vorerst wird also der Rettungshubschrauber von Bra-Sur-Lienne bei einem Noteinsatz nicht mehr das SNH oder die KSJ anpeilen.

Diese Einschränkung gilt, wie bereits gesagt, nur für den Transport eines Noteinsatzes von der Unfallstelle zum Krankenhaus.

Das bedeutet, dass für den normalen Krankentransport, d.h. wenn ein Patient von einem Krankenhaus in ein anderes transportiert werden soll, der Rettungshubschrauber sehr wohl nach wie vor an den Krankenhausstandorten landen. Also auch in Eupen oder Sankt Vith.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist bei Bedarf, gerne bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Akteure zu unterstützen.

Ich werde beide Krankenhäuser in der Angelegenheit anschreiben und um Stellungnahme zu ihren Plänen bitten.

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