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Die wahren Fakten zum Kindergeld


Auf häufig gestellte Fragen zum Kindergeld findet ihr hier die passende Antwort:

http://www.antoniadis.be/cms/?p=2636

Mehr Mittel für das Kindergeld der DG

Fakt ist, dass die DG als einziger Teilstaat mehr Mittel in das Kindergeld investiert als das, was wir vom Föderalstaat für diese Aufgabe bekommen. Konkret sind das fast 1,4 Millionen Euro mehr.

Fakt ist, dass im Gegensatz zu Flandern die DG bei den aktuellen Familien nicht gespart hat, um das neue Kindergeld zu finanzieren. Das bedeutet, dass die Familien in Flandern durch die Aussetzung des Index bereits Kindergeld verloren haben.

Fakt ist, dass in der DG keine der aktuellen Familien weniger Kindergeld bekommen wird. Dafür sorgt die Übergangsfinanzierung. Im Gegensatz! Über 70% der Familien werden mehr Kindergeld bekommen.

Fakt ist, dass die CSP in letzter Minute Vorschläge macht, die zu Mehrkosten führen ohne zu sagen, wie diese Mehrkosten in Höhe von über 4 Millionen Euro finanziert werden sollen. Die DG investiert jetzt schon mehr Mittel in das Kindergeld.

Es stimmt nicht, dass wir mehr Mittel bekommen haben, um das Kindergeld zu finanzieren. Die Refinanzierung der DG diente dazu, die Unterfinanzierung im  Rahmen der 6. Staatsreform unter anderem im Senioren- und Krankenhausbereich aufzufangen. Es war Geld, das uns fehlte. Aufgrund der 6. Staatsreform fehlen uns sogar 3 Millionen Euro.

 

Unterstützung für die 2-Kind-Familien und die kinderreichen Familien

Fakt ist, dass das neue Kindergeld der DG die Familien von Anfang an unterstützt und das unabhängig von der Anzahl Kinder. Kinderreiche Familien erhalten sogar einen entsprechenden Zuschlag von 135 € zusätzlich.

Es stimmt nicht, dass 2-Kind-Familien und kinderreiche Familien Kindergeld verlieren werden. Bei den neuen Familien (oder bestehende Familie, in der ein Kind hinzukommt oder kein Kindergeld mehr bekommt) ist es aber ab 2019 von Fall zu Fall unterschiedlich, ob sie über 25 Jahre lang im neuen System mehr Kindergeld bekommen werden oder weniger als das, was sie bekommen hätten, wenn das alte System Bestand hätte.

Fakt ist, dass über 18 Jahre lang 2-Kind und kinderreiche Familien mehr Kindergeld bekommen werden.

Fakt ist auch, dass die Familien bereits zu Beginn unterstützt werden und das konstant bis zum Ende der Kindergeldkarriere.

Fakt ist, dass auch über 25 Jahre lang viele 2-Kind-Familien und kinderreiche Familien mehr Kindergeld bekommen werden als vorher.

Beispiele:

B1: 2 Kinder, 14 und 6 Jahre alt. Aktuell würden sie über 25 Jahre ca. 91.000 € bekommen. Im neuen System werden es 96.800 € sein.

B2: 3 Kinder, 17, 6 und 5 Jahre alt. Aktuell würden sie über 25 Jahre ca. 165.000 € an Kindergeld bekommen. Im neuen System werden es über 166.000 € sein.

B3: 3 Kinder, 17, 13, und 12 Jahre alt. Aktuell würden sie über 25 Jahre 219.000 € bekommen. Im neuen System werden es über 245.000 € sein.

Fakt ist, dass in vielen Fällen die DG ein höheres Kindergeld auszahlen wird als andere Teilstaaten. Das gilt auch für die kinderreichen Familien. Zum Beispiel im B2 wird die DG über 25 Jahre über 166.000 € auszahlen. In der Wallonie werden es 145.500 € und in Flandern ca. 141.000 € sein. Somit werden Flandern und Wallonie sogar weniger Kindergeld auszahlen, als das, was aktuell für diese Familie gezahlt wird.

 

Unterstützung für die Halbwaisen

Fakt ist, dass die Mehrheit vorgeschlagen hat, dass die Halbwaisen einen Zuschlag von 120 € zusätzlich zum Basisbetrag erhalten sollen. Das ist ungefähr die Hälfte des Zuschlags für Vollwaisen. Daraufhin hat die CSP nachgezogen und hat später einen ähnlichen Vorschlag gemacht.

Fakt ist, dass der ursprüngliche Vorschlag der Regierung im Sinne der Empfehlung der AG Kinderzulagen war (alle Parteien waren anwesend). Damals wurde empfohlen, dass die Halbwaisen einen einkommensbedingten Zuschlag bekommen sollten. Im Ausschuss war man sich aber einig, dass neben der Einkommenssituation auch eine emotionale Komponente besteht.

 

Zu Patchwork-Familien

Fakt ist, dass man im Dekret einen Kindergeldempfänger definiert hat. Das ist die Mutter. Wenn das Kind aber beim Vater lebt und der neue Partner ebenfalls Kinder hat, dann wird diese Familie nicht als Ganzes gezählt. Es sind dann zwei Familien. Das hat praktische Gründe. Die Familienbilder sind zu komplex, um sie in einem Kindergelddekret entsprechend abzubilden.

Was ist zum Beispiel im Fall der Eltern, die ein geteiltes Sorgerecht haben, das Kind 2 Tage beim Vater und 3 Tage bei der Mutter lebt. Bekommt die neue Familie des Vaters für dieses Kind 2 Tage einen kinderreichen Zuschlag und 3 Tage nicht? Was passiert, wenn die Kinder der neuen Partnerin ebenfalls nur zeitweise anwesend sind? Wer überprüft, ob es zwei Tage waren oder nicht doch nur ein Tag?

Hat die Mutter aber zum Beispiel zwei Kinder aus erster Ehe und ein Kind aus zweiter Ehe, dann werden diese Kinder zusammengezählt und erhalten somit den Zuschlag für Kinderreichen. Das ist der Fall, wenn die drei Kinder denselben Wohnsitz haben.

Hier findet ihr die Fakten zum Kindergeld als PDF-Datei:

Fakten Kindergeld (200.0 KiB)

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