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Die härteste und wertvollste Währung nicht verspielen!


In den vergangenen Tagen haben die Hilfsorganisationen Oxfam und Ärzte ohne Grenzen für traurige Schlagzeilen gesorgt. So wurde bekannt, dass Mitarbeiter beider Organisationen schutzbedürftige und hilfesuchende Menschen erpresst und sexuell genötigt haben. Auch von Orgien mit Prostituierten ist die Rede.

Dass zwei so angesehene Organisationen ein derart schändliches Verhalten mit zu verantworten haben, macht mich sehr traurig.

Für Millionen von Menschen gelten diese beiden Einrichtungen – genau wie alle anderen Hilfsorganisationen weltweit – seit jeher als Leuchttürme der Hoffnung in dunklen und schwierigen Zeiten.

Dass einige wenige Mitarbeiter aus ihren Reihen nun die Menschen ausgenutzt haben, denen sie eigentlich helfen sollen, ist beschämend für die Einrichtungen Sie sind aber auch eine schallende Ohrfeige für die Millionen Helfer, die im Dienste der Menschlichkeit oftmals Leib und Leben riskieren.

Und, schlimmer noch, die Hilfebedürftigen werden doppelt hart getroffen: Nicht nur wurde ihre Schutzlosigkeit und Abhängigkeit auf schamlose Weise ausgenutzt. Nein, durch das Bekanntwerden des Skandals droht auch ein erheblicher Rückgang an Spendengeldern, ohne die die lebenswichtige Hilfe überhaupt nicht möglich wäre.

An dieser Stelle ist Vertrauen die härteste aller Währungen. Hilfebedürftige müssen denen vertrauen können, die ihnen beistehen und helfen. Diese wiederum müssen sich dem Vertrauen und der finanziellen Unterstützung von Ländern, Unternehmen und Privatpersonen sicher sein, die ihrerseits darauf zählen können, dass ihr Geld auch da ankommt, wo es hingehört. Dieses Vertrauensverhältnis ist nun erst einmal stark zerrüttet.

Doch auch verlorenes Vertrauen kann man wieder zurückgewinnen.

Dafür müssen die Verantwortlichen jetzt aber die richtigen Schlüsse ziehen und sich kritisch hinterfragen, für mehr Transparenz sorgen, und schonungslose Aufklärungsarbeit leisten.

Auch wir können, bei aller berechtigter Empörung und dem Verlangen nach Antworten, unseren Beitrag leisten. Lasst uns nicht vergessen, dass die Mehrheit der Hilfsorganisationen, allen voran kleine Strukturen wie die in unserer Region, tagtäglich die Mitmenschlichkeit in ihrem Herzen trägt. Lasst uns gerade diesen Menschen einen kleinen Vertrauensvorschuss geben und die härteste aller Währungen zu alter Stärke verhelfen!

 

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