Reden / Reden & Parlament

Neujahrsempfang LOVOS


Es gilt das gesprochene Wort!

19.01.2018

Neujahrsempfang LOVOS (136.4 KiB)

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich für die Verspätung entschuldigen. Heute jagt ein Neujahrsempfang den anderen. So hatte ich eben bereits die Freude zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben zu reden und im Anschluss daran dann das Wort an die Belegschaft des Sankt Nikolaus-Hospital zu richten.

Ich muss gestehen, ich habe mich bemüht, meine vorigen Reden möglichst kurz zu halten, denn ich wollte es mir auf keinen Fall nehmen lassen, auch Sie heute hier auf dem Neujahrsempfang von Lovos zu begrüßen.

Und keine Bange, bei Ihnen kann ich mir nun getrost Zeit nehmen, denn sie sind der letzte Empfang für den heutigen Abend. Getreu dem Motto: „Das Beste kommt zum Schluss“.

Außerdem bin ich heute bewusst hierhergekommen, um Ihnen den Abend, im wahrsten Sinne des Wortes, ein wenig zu versüßen- doch dazu später mehr.

Werte Anwesende,

wie sie sicherlich alle wissen, hatte ich im vergangenen Jahr die außerordentliche Freude, die Schirmherrschaft über Ihre Veranstaltung, das Eupener Tirolerfest, zu übernehmen.

Diese Rolle habe ich sehr gerne wahrgenommen. Aber nicht nur, weil auf dem Tirolerfest stets so eine freudige und ausgelassene Stimmung herrscht, sondern weil ich weiß, dass der gesamte Reinerlös der Festlichkeiten Einrichtungen zu Gute kommt, die sich für die Belange von Menschen mit einer Beeinträchtigung einsetzen.

Nicht zuletzt durch diesen karitativen Gedanken hat sich das Tirolerfest zu dem entwickelt was es ist. Nämlich zu einer Veranstaltung, die sich aus dem kulturellen Veranstaltungskalender unsere schönen Weserstadt nicht mehr wegdenken lässt.

Doch so schön das Fest und der gute Gedanke dahinter auch sein mag, ohne das große Engagement der engagierten Mitmenschen wäre solch ein Event undenkbar.

Was Sie hier bereits über so viele Jahre hinweg geleistet haben und immer noch leisten, das muss Ihnen erst einmal einer nachmachen. Und das sage ich nicht, um Ihnen hier heute Abend Honig um den Mund zu schmieren!

Ihr Engagement und Ihr ehrenamtliches Handeln macht eine solidarische Gesellschaft aus.

Es sind die Freude und der Wille, Mitmenschen unter die Arme zu greifen, sie zu unterstützen und sie in Ihren Belangen nicht alleine zu lassen, die im übertragenen Sinne quasi eine Art Klebstoff der Mitmenschlichkeit bilden.

Was ich an Ihrem Engagement dabei besonders lobenswert finde, ist die Tatsache, dass Sie es durch LOVOS schaffen, Mitmenschen zu helfen, diesen Freude bereiten ohne selbst dabei Ihre eigene Heiterkeit zu verlieren. Sie beweisen, dass es Spaß machen kann, sich für die gute Sache einzusetzen.

Und wo wir schon bei dem Thema Spaß und Freude sind, möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein Zitat des deutschen Lyrikers Heinrich von Kleist vorlesen. Er sagte einst:

„Honig wohnt in jeder Blume, Freude an jedem Ort, man muss nur, wie die Biene, sie zu finden wissen“

Sie wissen, wie und wo man Freude findet. Das stellen Sie jedes Jahr beim Tirolerfest unter Beweis. Und auch ich muss zugeben, dass ich mich sowohl auf der Hüttengaudi als auch während der darauffolgenden Tage mehr als köstlich amüsiert habe.

Genau wie die Biene, wissen Sie wo die Freude zuhause ist und bringen von dort wiederum reichlich Honig oder besser gesagt Mittel zur Freude mit heim. Tausende Euro konnten Sie durch Ihre Initiativen gewinnen.

Und genau wie die Bienen nutzen sie die erwirtschafteten Mittel nicht für sich selbst, sondern übergeben Sie denen, die sie am bittersten nötig haben.

Sie fragen sich womöglich, warum ich hier die ganze Zeit von Honig und Bienen erzähle?

Ich will es Ihnen sagen. Ich kenne nun seit ein paar Jahren einen Imker aus Rocherath. Ich muss gestehen, bevor ich ihn zufällig kennen gelernt habe, hatte ich recht wenig mit Bienen und Honig am Hut. Doch er hat mir dann geschildert, wie sozial solch ein Bienenvolk aufgebaut ist und wie viel Arbeit dahinter steckt, um ein einziges Glas Honig herzustellen. Unzählige Arbeitsschritte gilt es zu durchlaufen und es sind nicht zuletzt die tausenden Bienen, die für die Qualität des Erzeugnisses verantwortlich sind.

So hat er mir beispielsweise erklärt, dass eine Biene in Ihrem knapp fünf Wochen langen Leben gerade mal knapp zwei Teelöffel Honig produziert. Seitdem weiß ich dieses Produkt viel mehr zu schätzen.

Zu Beginn habe ich davon geredet, Ihnen den Abend versüßen zu wollen. Als Politiker tut man dies ja generell meist durch wohlwollende Worte. Ich möchte es heute Abend jedoch nicht dabei belassen und habe mich dafür entschieden, jedem von Ihnen ein Glas Honig mitzubringen.

Sehen Sie dieses Glas Honig als eine kleine Anerkennung für Ihr Ehrenamt und Ihr Engagement.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei Ihnen allen sowohl in meiner Rolle als Sozialminister aber ebenfalls persönlich bedanken!

 

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