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Eingliederungseinkommen in Ostbelgien


Es gilt das gesprochene Wort!

17.01.2018

03 Frage Und Antwort Eingliederungseinkommen (307.7 KiB)

In der Tat habe ich eine ständige Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Problematik der jungen ÖSHZ-Kunden auseinandersetzen soll. Diese AG hat den Auftrag, zunächst das heterogene Publikum zu analysieren, Lücken im Angebot zu ermitteln und eventuell Lösungsansätze zu formulieren.

Nach einer längeren Pause aufgrund personeller Engpässe arbeitet die AG seit dem 21. Dezember 2017 an ihrem Auftrag weiter.

Das Publikum ist wie gesagt sehr unterschiedlich und die Problemsituationen komplex und vielschichtig. Sämtliche Politikfelder sind betroffen. Das Publikum hat Therapiebedarf aufgrund physischer oder psychischer Erkrankungen. Das Bildungs- und Ausbildungsniveau ist zu niedrig. Das Publikum ist sozial isoliert, weil es zum Beispiel nicht im Vereinsleben aktiv ist. Es gibt außerdem Bedarf nach Wohnraum.

Die bisherigen Erkenntnisse werden in einem ersten Zwischenbericht einfließen und der Regierung vorgelegt.

Um auf einige dieser Bedarfe einzugehen, habe ich unsere Bereitschaft erklärt, ein Pilotprojekt zu bezuschussen. Gemeinsam mit den ÖSHZ Eupen, Lontzen und Raeren wurde ein Projekt aufgebaut, das im Rahmen des Leader-Programms eine zusätzliche Finanzierung beantragt hat.

Das Projekt trägt den Titel „Auf dem Weg zur beruflichen Eingliederung über die soziale Integration“.

Zielgruppe sind junge ÖSHZ Kunden im Alter von 18 bis 30 Jahren, die kurz- bzw. mittelfristig Schwierigkeiten haben, die Auflagen einer beruflichen Eingliederung zu erfüllen.

Ziel des Projektes ist es, durch eine engmaschige, kompetenzorientierte Begleitung der Zielgruppe, deren professionelle und soziale Integration zu ermöglichen. Diese Form der Vorschaltmaßnahme soll zudem eine Entlastung der ÖSHZ zur Folge haben.

Deshalb ist eine Kooperation zwischen den Case-Managern der ÖSHZ und dem Koordinator des Leader-Projektes, dem ÖSHZ Raeren, wichtig.

Angedacht ist die Erstellung eines Instrumentenkoffers zur Erfassung der Kompetenzen der Zielgruppe und zum Aufbau eines Dienstleistungsnetzwerks.

Das Projekt erstreckt sich von April 2018 bis April 2021.

Es wurde von der Steuerungsgruppe des Leader Programms in Namur genehmigt und soll noch im Februar durch die Regierung der Gemeinschaft verabschiedet werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 129.525 Euro. 66.446 Euro wird die Deutschsprachige Gemeinschaft tragen.

Ein weiteres Handlungsfeld wird die Wohnproblematik sein. Dieser Bereich kann aber erst nach der Übertragung des Wohnungsbaus konkret in Angriff genommen werden.

Mitte März 2018 soll das nächste Treffen der AG stattfinden.

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