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Intergenerationelles Pilotprojekt in Eupen


12. 09. 2017

20170913 Generationsbrücke Ostbelgien (174.2 KiB)

Antoniadis: „Zusammenhalt der Generationen stärken“

Die Generationsbrücke Deutschland führt Jung und Alt zusammen. Schulkinder und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen begegnen einander in regelmäßigen Abständen. Diese Zusammenkünfte werden professionell begleitet und bauen auf den gegenseitigen Austausch und die Wertschätzung der einzelnen Generationen auf. Gemeinsam mit dem Seniorenwohnheim St. Joseph und der SGO Eupen wird nun die erste Generationsbrücke in Ostbelgien aufgebaut.

Das Projekt wurde im Marienheim in Aachen entwickelt, anschließend bundesweit in vielen Seniorenheimen eingeführt und seither sogar weltweit exportiert. Das Erfolgsrezept dieser Initiative steckt in der intensiven Begleitung durch das Team der Generationsbrücke, das mit wissenschaftlicher Unterstützung Spiele und Methoden entwickelt hat. Mitarbeiter und Ehrenamtliche, die an diesem Projekt teilnehmen, werden entsprechend geschult.

In Kürze dürfen sich nun auch jeweils zwei bis drei Mitarbeiter der Städtischen Grundschule Oberstadt Eupen und des Sankt Joseph Alten- und Pflegeheims über eine solche Schulung freuen. Denn in Zusammenarbeit mit der Generationsbrücke Deutschland und mit Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft starten beide Einrichtungen ein gemeinsames Pilotprojekt. „Wir haben uns da ‚Ja- Wort‘ für eine gute Zusammenarbeit gegeben, weil wir total vom Mehrwert für alle überzeugt sind“, so Michael Murges, Heimleiter des Seniorenheimes Sankt Joseph.

Die Begegnungen finden monatlich statt und bestehen aus Ritualen und flexiblen Spielen. Es wird gesungen, gespielt, gebastelt und erzählt. Jeder Schüler hat seinen Bewohner-Partner.

„Starten wir das Projekt vorerst mit einer  Primarschulklasse. Anschließend werden wir sehen, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt“, so Sandra Mentenich, die als Direktorin der SGO von dem Projekt überzeugt ist.

„Neugier und Offenheit der Kinder treffen auf die reichen Lebenserfahrungen und Weisheiten der Senioren. Das Projekt ist ganz klar eine Win-Win-Situation wodurch wir den Zusammenhalt der Generationen stärken“, so Sozialminister Antoniadis, der gemeinsam mit den Partnern die Weichen für die erste Generationsbrücke in Ostbelgien legen möchte.

Die Kinder profitieren vom Wissensschatz der Senioren und erfahren mehr über gesellschaftliche Werte wie Mitmenschlichkeit, Toleranz und Respekt. Sie lernen, dass das Älterwerden, Pflegebedarf, Demenz und auch der Tod zum Leben gehören.
Aber auch für die Senioren ist der Austausch eine große Bereicherung. So werden sie durch die ansteckende Lebendigkeit der Kinder angeregt, erfahren eine besondere Abwechslung im Heimalltag und werden gestärkt in das gesellschaftliche Umfeld integriert. Hier entstehen generationsübergreifende Freundschaften.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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