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Warum der Nationalfeiertag wichtig für uns ist


Ob das Wetter es zulässt oder nicht – wir Belgier feiern jedes Jahr stolz unseren Nationalfeiertag. Bei uns in Ostbelgien zieht es dabei hunderte Menschen zu Volksfesten, beispielsweise zum Werthplatz nach Eupen oder auch zum Kirchplatz nach Kelmis – da werde ich übrigens heute sein. Sogar die internationale Presse schreibt, dass die deutschsprachigen Belgier besonders stolze Belgier sind. Und das können wir auch sein!

Heute vor 186 Jahren trat der erste König der Belgier, Leopold I. in sein Amt. Und seitdem hat sich in unserem Land einiges getan. Am Ende einiger Meinungsverschiedenheiten zwischen Flamen und Wallonen entstand etwas, das wir heute den „compromis à la belge“ nennen. Im Klartext bedeutet das, dass man den Gliedstaaten in Belgien ein Mitspracherecht gibt und sie vieles selbst entscheiden lässt.

Entlang dieser Kompromisse ist auch die Deutschsprachige Gemeinschaft entstanden. Heute können wir zum Beispiel die Kinderbetreuung und die Seniorenpolitik gestalten und haben ein eigenes Unterrichtswesen sowie eine eigene Kulturförderung. Für uns in der DG bedeutet Autonomie die Chance, maßgeschneiderte Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger zu finden.

In Belgien leben drei Sprachgruppen in den Gemeinschaften und Regionen friedlich zusammen. Ja, es wird manchmal gestritten, aber vor allem auch viel zusammen gearbeitet. „L’union fait la force“ steht auf dem Wappen Belgiens. Diese Einigkeit ist uns deutschsprachigen Belgiern bewusst. Diese Einigkeit wollen und sollen wir gerade in der aktuellen Krise im Inland demonstrieren.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Nationalfeiertag!

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